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Mordfall Fabian: Kriminologe zeigt sich sicher – Spuren sollen Täter überführen

congerdesign (CC0), Pixabay

Nach der Festnahme einer Tatverdächtigen im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Mecklenburg-Vorpommern blicken Ermittler und Fachleute vorsichtig optimistisch auf den Fortgang der Untersuchungen. Der Kriminologe Christian Matzdorf rechnet fest damit, dass der Fall aufgeklärt wird.

„Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird am Ende ein Täter oder eine Täterin verurteilt“, sagte der Professor für Kriminalistik an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin gegenüber t-online. Die bisherige Spurenlage und die „restlichen Umstände“ sprächen klar dafür, dass die Ermittlungen zu einem belastbaren Ergebnis führen werden.

Seit Freitag sitzt eine Frau unter dringendem Mordverdacht in Untersuchungshaft. Sie wurde in die Justizvollzugsanstalt Bützow gebracht. Über ihre Identität schweigen die Behörden – nach übereinstimmenden Medienberichten soll es sich jedoch um Gina H., die frühere Lebensgefährtin von Fabians Vater, handeln.

Die Verdächtige hatte nach dem Verschwinden des Kindes am 10. Oktober mehrfach mit der Polizei gesprochen und schließlich selbst angegeben, den Leichnam gefunden zu haben. Der Junge war vier Tage nach seinem Verschwinden verbrannt und an einem Tümpel bei Klein Upahl entdeckt worden – etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus; ein Sexualdelikt wurde ausgeschlossen.

Ihr Pflichtverteidiger Andreas Ohm erklärte, seine Mandantin habe bislang keine Angaben zur Tat gemacht, wolle aber zur Aufklärung beitragen. Für die Frau gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Kriminologe Matzdorf betont, dass Aussagen von Verdächtigen zwar hilfreich seien, für eine Verurteilung jedoch naturwissenschaftliche Beweise entscheidend seien. „DNA-Spuren, Fingerabdrücke, Faserspuren – das sind die Puzzleteile, die am Ende das Bild ergeben. Selbst ohne Geständnis kann so ein Gericht überzeugt werden.“

Die Ermittler werten derzeit umfangreiches Beweismaterial aus. Dabei geht es unter anderem um mögliche Brandspuren, DNA-Reste und Gegenstände aus der Umgebung des Fundorts. Zuletzt hatte eine Spaziergängerin einen verkohlten Handschuh in der Nähe entdeckt – ob er im Zusammenhang mit der Tat steht, wird nun untersucht.

Der Mordfall Fabian hat weit über die Region hinaus Entsetzen ausgelöst. Für viele Anwohner ist die Festnahme ein erster Schritt hin zu Antworten – doch die zentrale Frage, warum der Achtjährige sterben musste, bleibt vorerst offen.

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