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Rauchverbot für junge Generationen – Malediven gehen radikalen Schritt im Kampf gegen Tabakkonsum

12019 (CC0), Pixabay

Die Malediven haben ein umfassendes Rauchverbot für junge Menschen und künftige Generationen beschlossen. Das Gesetz, das weltweit zu den strengsten seiner Art zählt, verbietet künftig allen Personen, die am oder nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden, den Kauf, Besitz und Konsum von Tabakprodukten – unabhängig davon, ob sie als Einheimische oder Touristen auf den Inselstaat reisen.

Erlaubt bleibt das Rauchen nur für Menschen, die im laufenden Jahr mindestens 19 Jahre alt werden. Damit verfolgt die Regierung eine sogenannte „generational tobacco ban“-Politik, wie sie bereits in Neuseeland eingeführt wurde. Ziel ist es, den Tabakkonsum langfristig aus der Gesellschaft zu verdrängen und vor allem junge Menschen vor einer lebenslangen Abhängigkeit zu schützen.

Das Verbot umfasst nicht nur klassische Zigaretten, sondern auch E-Zigaretten, Vapes, Kautabak und andere Nikotinprodukte. Die Behörden betonen, dass die Regelung sowohl für Einheimische als auch für Besucherinnen und Besucher der Inselgruppe gilt. Touristen, die gegen das Gesetz verstoßen, müssen mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Händler, die Tabakprodukte an unter 19-Jährige verkaufen oder ihnen das Rauchen ermöglichen, drohen Strafen von umgerechnet mehreren tausend Euro. Zudem können Geschäfte ihre Lizenzen verlieren. Die Regierung kündigte strenge Kontrollen an – sowohl an Flughäfen als auch in touristischen Zonen, wo bislang häufig geraucht wurde.

Gesundheitsminister Ahmed Naseer erklärte, die Maßnahme sei ein entscheidender Schritt, um die öffentliche Gesundheit zu stärken und das Land auf einen tabakfreien Kurs zu bringen. „Die Malediven haben sich verpflichtet, eine Generation ohne Nikotinabhängigkeit zu schaffen. Dieses Gesetz ist ein Signal an die Welt, dass Prävention der beste Schutz vor Krankheit und Tod durch Tabak ist“, sagte Naseer bei der Verkündung des Gesetzes.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jedes Jahr über acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens – darunter etwa 1,3 Millionen Nichtraucher, die durch Passivrauchen geschädigt werden. Auch auf den Malediven gelten Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen als Hauptursachen vermeidbarer Todesfälle.

Das neue Gesetz wurde von Gesundheitsexperten international begrüßt. Sie sehen darin einen mutigen und zukunftsweisenden Schritt, um den Tabakkonsum langfristig einzudämmen. Kritiker hingegen warnen vor möglichen Schwierigkeiten bei der Durchsetzung, insbesondere im Tourismussektor, der für den Inselstaat eine zentrale Einnahmequelle ist.

Trotz dieser Bedenken bleibt die Regierung entschlossen. Sie will mit landesweiten Aufklärungskampagnen und verstärkten Kontrollen sicherstellen, dass der Tabak auf den Malediven Schritt für Schritt verschwindet – eine kleine Inselnation mit einem großen Signal an die Welt: Die nächste Generation soll ohne Rauch aufwachsen.

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