Mehrere Amtsgerichte in Deutschland haben Anfang Oktober 2025 Insolvenzanordnungen über Unternehmen unterschiedlichster Branchen erlassen. Betroffen sind Betriebe aus dem Pflege- und Betreuungssektor ebenso wie aus dem technischen Handel und dem Automobilbereich.
Das Amtsgericht Köln (Az.: 70d IN 311/25) ordnete am 6. Oktober 2025 das vorläufige Insolvenzverfahren über die HIM – Hilfe im Alltag GmbH, Hauptstraße 41, 42799 Leichlingen, an. Das Unternehmen bietet Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Menschen an, die sich im Alltag überfordert fühlen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine, Im Zollhafen 22, 50678 Köln, bestellt. Geschäftsführender Gesellschafter ist Denis von Cramer.
Bereits am 2. Oktober 2025 hatte das Amtsgericht Dortmund (Az.: 251 IN 77/25) die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Kaiser Zulassungsservice GmbH, Kaiserstraße 10, 44135 Dortmund, angeordnet. Das Unternehmen handelt mit Mobiltelefonen, Elektronikgeräten und Zubehör und bietet Reparaturen an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger, Königswall 21, 44137 Dortmund, bestellt.
Ebenfalls betroffen ist die Kuhlmann-Cars GmbH, Lembecker Straße 17, 46359 Heiden. Das Unternehmen vertreibt Sonderfahrzeuge und wird von den Geschäftsführern Stefan und Michael Salzmann geleitet. Laut Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az.: 79 IN 56/25) vom 6. Oktober 2025 wurde Dr. Leo Schoofs, Meckenemstraße 14, 46395 Bocholt, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Im Pflegebereich hat das Amtsgericht Wiesbaden (Az.: 10 IN 445/25) das Verfahren über die MediPlus Care GmbH, Alte Schmelze 19, 65201 Wiesbaden, eröffnet. Geschäftsführerin ist Lisa Ahmedov. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Sören-Mac Mahr von der Kanzlei Westhelle & Partner, Wiesbaden, bestellt.
Allen Beschlüssen ist gemeinsam, dass die betroffenen Unternehmen nur noch eingeschränkt über ihr Vermögen verfügen dürfen. Zahlungen an die Schuldnerinnen sind untersagt, und die jeweils bestellten Insolvenzverwalter sind befugt, Konten zu führen und Forderungen einzuziehen.
Die Häufung der Fälle verdeutlicht, dass die Zahl der Insolvenzen im Dienstleistungs- und Handelssektor weiter zunimmt. Neben konjunkturellen Belastungen führen insbesondere gestiegene Betriebskosten und der anhaltende Fachkräftemangel zunehmend zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen.