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Europaweite Verkehrskontrollen: Polizei warnt vor gefährlicher Ablenkung am Steuer

SkloStudio (CC0), Pixabay

In ganz Europa startet an diesem Montag eine groß angelegte Kontrollwoche gegen Ablenkung im Straßenverkehr. Unter dem Motto „Focus on the Road“ beteiligen sich Verkehrspolizeien aus allen EU-Mitgliedsstaaten an den Aktionen. Ziel ist es, Autofahrer, Radfahrer und Lkw-Fahrer gleichermaßen für die lebensgefährlichen Folgen von Unaufmerksamkeit zu sensibilisieren.

Ablenkung – unterschätzte Unfallursache

Nach Angaben der Polizei zählt Ablenkung inzwischen zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr – noch vor Alkohol oder überhöhter Geschwindigkeit. Wer während der Fahrt auf das Handy schaut, eine Nachricht tippt oder das Navi bedient, ist für entscheidende Sekunden blind für das Verkehrsgeschehen. Bereits zwei Sekunden Ablenkung bei Tempo 100 bedeuten, dass das Fahrzeug mehr als 50 Meter unkontrolliert zurücklegt.

„Ein kurzer Blick aufs Handy kann ein ganzes Leben zerstören“, mahnt ein Sprecher des europäischen Polizeinetzwerks Roadpol, das die Kontrollwoche koordiniert.

Schwerpunkt: Nutzung elektronischer Geräte

Im Mittelpunkt der Aktion stehen gezielte Kontrollen zur Nutzung elektronischer Geräte. Polizeibeamte überprüfen insbesondere:

  • ob Fahrer während der Fahrt Mobiltelefone oder Tablets nutzen,

  • ob sie Nachrichten schreiben oder Videos ansehen,

  • und ob im Lkw oder Bus illegale Ablenkung durch Bordmonitore oder Laptops erfolgt.

Auch Radfahrer geraten zunehmend in den Fokus – viele von ihnen tippen oder telefonieren während der Fahrt.

„Focus on the Road“ – Appell an alle Verkehrsteilnehmer

Mit der Kampagne will Roadpol nicht nur sanktionieren, sondern vor allem bewusst machen, wie gefährlich Ablenkung sein kann. Begleitet werden die Kontrollen von Aufklärungskampagnen in den sozialen Medien, an Raststätten und in Fahrschulen.

„Technik ist Teil unseres Alltags – aber am Steuer hat sie nichts verloren“, erklärte die deutsche Verkehrspolizei. Jede noch so kurze Ablenkung könne zu schweren oder tödlichen Unfällen führen, insbesondere auf Autobahnen und Landstraßen.

EU-weit koordinierte Maßnahme

Die europaweite Kontrollwoche läuft bis Sonntag. Sie ist Teil der Roadpol Safety Weeks, einer regelmäßigen Initiative des europäischen Polizeinetzwerks. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten in der EU weiter zu senken.

Im vergangenen Jahr kamen laut EU-Kommission rund 20.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – Schätzungen zufolge war bei etwa einem Drittel dieser Unfälle Ablenkung im Spiel.

Fazit

Ob Smartphone, Navi oder Freisprechanlage – jede Form der Ablenkung kann im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Die Polizei ruft daher alle Verkehrsteilnehmer auf, den Blick auf die Straße und die Hände ans Steuer zu lassen.

„Wer fährt, fährt – alles andere kann warten.“

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