Am Samstag hat in Wiesbaden eine Reihe ungewöhnlicher Feuerwehreinsätze für Aufsehen gesorgt. Mehrfach wählten Anwohner und Passanten den Notruf, weil sie in Gebäuden einen intensiven Gasgeruch wahrgenommen hatten. Die Feuerwehr rückte insgesamt viermal aus – mit Messgeräten, Atemschutz und voller Alarmbereitschaft. Doch anstatt eines gefährlichen Gaslecks fanden die Einsatzkräfte etwas ganz anderes vor: exotische Durian-Früchte.
Von Gasalarm zur Geruchsprobe
Wie die Feuerwehr Wiesbaden mitteilte, stammte der penetrante Geruch nicht etwa von einer undichten Leitung, sondern von den Früchten selbst. In einem großen Einkaufszentrum habe offenbar die Klimaanlage den markanten Duft über mehrere Etagen verteilt. Der Geruch war so intensiv, dass mehrere Besucher und Angestellte sicherheitshalber den Notruf wählten.
Auch in einem Mehrfamilienhaus schlug der vermeintliche „Gasgeruch“ Alarm – dort stellte sich ebenfalls heraus: Eine Durian war der Übeltäter.
„Wir konnten Entwarnung geben – es bestand keine Gefahr für Leib und Leben, nur für empfindliche Nasen“, so ein Feuerwehrsprecher mit einem Augenzwinkern.
Durian – Delikatesse oder Nasenfolter?
Die Durian, in Südostasien als „Königin der Früchte“ verehrt, ist berühmt-berüchtigt für ihren intensiven, schwefelartigen Geruch. In Ländern wie Thailand oder Malaysia gilt sie als Leckerbissen, wird jedoch vielerorts aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Hotels verbannt.
In Europa löst die tropische Frucht immer wieder Irritationen aus. Ihr Geruch erinnert viele an faule Eier, Abwasser oder Benzin. Für Fans ist sie dennoch ein Genuss – cremig, süßlich und reichhaltig im Geschmack.
Feuerwehr mit Humor
Nach dem vierten Einsatz am gleichen Tag nahmen es die Einsatzkräfte mit Humor. „Wir haben schon viel gerochen – aber das war neu“, scherzte ein Feuerwehrmann laut Einsatzbericht.
Die Feuerwehr mahnte gleichzeitig zur Vorsicht, exotische Lebensmittel mit starkem Geruch nicht in öffentlichen Gebäuden zu öffnen oder zu lagern. „Solche Fehlalarme binden wichtige Einsatzkräfte – auch wenn sie am Ende für ein Schmunzeln sorgen.“
Fazit
Am Ende des Tages blieb es bei einem ungewöhnlichen Zwischenfall ohne Schaden. Die Durian sorgte für einige erstaunte Blicke, einen überlasteten Notruf und die Erkenntnis, dass Geruchssinn und Alarmbereitschaft in Wiesbaden bestens funktionieren – auch wenn nicht jedes „Gasleck“ gefährlich ist.