In einer wirtschaftspolitisch brisanten Ankündigung hat US-Präsident Donald Trump neue Zölle in Höhe von 100 Prozent auf Computerchips und Halbleiter angekündigt. Die Maßnahme soll allerdings nicht für Unternehmen gelten, die in den USA produzieren oder entsprechende Investitionen geplant haben.
Trump äußerte sich bei einem Treffen im Oval Office mit Apple-CEO Tim Cook, der dort die Pläne seines Unternehmens vorstellte: Apple wolle weitere 100 Milliarden US-Dollar in den Standort USA investieren.
„Wenn du in den USA baust, zahlst du nichts“, sagte Trump. „Auch wenn du noch keine großen Produktionszahlen oder Jobs hast – keine Gebühr.“
Auswirkungen auf Verbraucherpreise
Die neuen Zölle könnten weitreichende Folgen für den globalen Elektronikmarkt haben. Betroffen wären vor allem:
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Smartphones
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Computer und Laptops
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Elektroautos
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Videospielkonsolen
Denn fast alle dieser Produkte sind auf importierte Chips angewiesen. Besonders Unternehmen mit Produktionsketten in Asien dürften unter Druck geraten.
Nvidia als Vorzeigebeispiel
Bereits im April hatte Nvidia angekündigt, seine fortschrittlichsten KI-Supercomputer und Chips künftig vollständig in den USA zu fertigen – mit Standorten in Arizona und Texas. Die US-Regierung lobte die Entscheidung als „Trump-Effekt in Aktion“.
„Die Rückverlagerung dieser Industrien ist gut für amerikanische Arbeitsplätze, die Wirtschaft und die nationale Sicherheit“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme des Weißen Hauses.
Teil einer umfassenderen Zollpolitik
Die neuen Halbleiterzölle reihen sich in eine ganze Serie von Handelsmaßnahmen ein:
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50 % Zoll auf Stahl, Aluminium und Kupfer
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25 % Zoll auf importierte Autos
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Weitere länderbezogene Sonderzölle, eingeführt am 2. April – dem von Trump ausgerufenen „Tag der Befreiung“ (Liberation Day)
Analyse: Wirtschaftsnationalismus 2.0?
Die geplante Maßnahme ist Teil von Trumps Strategie, die amerikanische Industrie gezielt zu fördern – nicht nur durch Protektionismus, sondern durch „Belohnung“ inländischer Investitionen. Kritiker sehen darin eine neue Eskalationsstufe im globalen Handelskonflikt, während Unterstützer auf mehr Unabhängigkeit und Sicherheitsgewinn pochen.
Noch bleibt offen, wann genau die neuen Zölle in Kraft treten. Die Ankündigung dürfte aber bereits jetzt bei Herstellern und Investoren für Unruhe sorgen – insbesondere in der Elektronik- und Automobilindustrie.