Am 6. August 2025 ereignete sich auf dem US-Militärstützpunkt Fort Stewart in Georgia ein weiterer erschreckender Zwischenfall: Ein US-Sergeant eröffnete das Feuer auf fünf Kameraden – mitten in einem Bereich, der zur 2. Panzerbrigade der 3. US-Infanteriedivision gehört. Alle Opfer überlebten schwer verletzt, befinden sich jedoch laut Armeeangaben in stabilem Zustand.
Wer ist der Täter?
Der mutmaßliche Schütze wurde als Sgt. Quornelius Radford (28) identifiziert – ein sogenannter „Automated Logistics NCO“ (nicht unterstellter Offizier für Logistik). Er wurde von anderen Soldaten überwältigt und festgenommen. Die Militärbasis wurde kurzzeitig abgeriegelt.
Wiederholungstat am selben Ort
Brisant: Bereits im Dezember 2022 war es in derselben Brigadeeinheit zu einer tödlichen Schießerei gekommen, bei der ein Soldat seinen Vorgesetzten erschoss. Der aktuelle Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheitslage auf US-Stützpunkten auf – sowohl was den Zugang zu Waffen als auch das psychische Wohl der Soldaten betrifft.
Ein Blick zurück: Weitere schwere Vorfälle auf US-Militärbasen seit 2000
Die Schießerei in Fort Stewart reiht sich ein in eine Liste erschütternder Gewalttaten auf amerikanischen Militärstützpunkten:
🔫 Fort Hood, Texas (2009 & 2014)
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2009: Nidal Hasan, ein Militärpsychiater, tötete 13 Menschen, über 30 wurden verletzt.
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2014: Ivan Lopez erschoss drei Personen und verletzte 16 weitere. Beide Täter waren selbst Soldaten mit psychischen Problemen.
🔫 Washington Navy Yard (2013)
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Der ehemalige Navy-Mitarbeiter Aaron Alexis tötete 12 Menschen und verletzte 8. Er glaubte laut FBI, von elektromagnetischen Wellen kontrolliert zu werden.
🔫 Pearl Harbor-Hickam (2019)
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Gabriel Romero, 22 Jahre alt, erschoss zwei zivile Werftmitarbeiter und sich selbst. Ein offizielles Motiv wurde nie bestätigt.
🔫 Pensacola Naval Air Station (2019)
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Ein saudischer Offizier im US-Trainingsprogramm erschoss drei US-Soldaten. Der Angriff wurde später als islamistisch motivierter Terrorakt eingestuft.
Militärische Stärke trifft auf menschliche Schwäche
Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen und psychologischer Betreuung bleibt Gewalt unter Soldaten ein ernstes Problem. Viele Täter hatten entweder militärische Traumata, psychische Erkrankungen oder fühlten sich von ihrer Umgebung isoliert und ungerecht behandelt.
Die Vorfälle werfen ein grelles Licht auf die Belastungen innerhalb der Streitkräfte – und stellen die Frage, ob genug getan wird, um Gewalt zu verhindern. Die US-Armee kündigte nach dem aktuellen Vorfall eine umfassende interne Überprüfung an.
Fazit:
Die Schießerei in Fort Stewart zeigt erneut, dass Waffen zwar zur militärischen Realität gehören, aber auf amerikanischen Basen selbst zur tödlichen Bedrohung werden können – auch ohne äußeren Feind. Sicherheit im Inneren bleibt eine der größten Herausforderungen für das US-Militär.