Laut mehreren US-Medienberichten könnte Donald Trump bereits in der kommenden Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem persönlichen Treffen empfangen – unmittelbar nach Ablauf eines von Trump selbst gesetzten Ultimatums zur Beendigung des Krieges in der Ukraine.
Anschließend sei auch ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geplant, wie zunächst die New York Times unter Berufung auf Informationen aus einem Telefonat Trumps mit europäischen Regierungschefs berichtete.
Ultimatum an Russland: Der 8. August als Stichtag
Am 28. Juli hatte Trump öffentlich angekündigt, Russland 10 bis 12 Tage Zeit zu geben, um den seit drei Jahren andauernden Krieg in der Ukraine zu beenden. Sollte das nicht geschehen, drohte der Präsident mit umfassenden wirtschaftlichen Konsequenzen:
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100 % „sekundäre Zölle“ auf Länder, die weiterhin mit Russland Handel treiben – insbesondere im Energiesektor.
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Bereits konkret: Ein 25 % Aufschlag auf Importe aus Indien, da das Land weiterhin russisches Öl bezieht – was Indiens Gesamtzollrate auf 50 % verdoppelt. Inkrafttreten: 7. August.
„Der Krieg muss enden“ – Trump will direkte Gespräche
Trump selbst äußerte sich in einem öffentlichen Statement auf seiner Plattform Truth Social:
„Es wurden große Fortschritte gemacht bei dem Treffen unseres Sondergesandten mit Präsident Putin.“
Das Weiße Haus bestätigte, dass der russische Wunsch nach einem Treffen mit Trump bestehe. Man sei offen für Gespräche mit beiden Staatschefs – Putin und Selenskyj. Trump wolle, dass der „brutale Krieg endet“.
Hintergrund: Wachsende Ungeduld mit Putin
Bereits im Mai hatte Trump ungewöhnlich deutlich über Putin gesprochen und ihn als „absolut verrückt“ bezeichnet – eine Reaktion auf einen massiven russischen Raketenangriff auf ukrainische Städte kurz nach einem zweistündigen Gespräch mit Trump.
Der Präsident entsandte seinen Sondergesandten Steve Witkoff am 6. August nach Moskau, um nochmals Druck auf Putin auszuüben. Ziel: Eine diplomatische Lösung vor Ablauf des Ultimatums.
Ein riskanter Balanceakt?
Trumps Vorstoß markiert einen heiklen Moment internationaler Diplomatie. Während er sich als Vermittler in Szene setzt, erhöht er gleichzeitig den wirtschaftlichen und politischen Druck auf Russland – und auch auf andere Staaten, die mit Moskau kooperieren.
Die Reaktionen aus Europa bleiben bislang verhalten. Viele Regierungen sehen Trumps aggressive Zollpolitik mit Sorge – aber auch mit Hoffnung, dass Bewegung in die festgefahrenen Friedensgespräche kommt.
Fazit:
Trump könnte in wenigen Tagen Geschichte schreiben – als Vermittler zwischen zwei Kriegsparteien. Oder als Präsident, der mit Wirtschaftsdruck und einem Mix aus Diplomatie und Eskalation einen neuen außenpolitischen Kurs verfolgt. Die Welt blickt gespannt auf den 8. August.