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Studie: Menschen atmen Zehntausende Mikroplastik-Partikel – vor allem in Innenräumen

kathleenport (CC0), Pixabay

Laut einer aktuellen Studie aus dem südfranzösischen Toulouse atmen Menschen offenbar deutlich mehr Mikroplastik ein, als bisher angenommen. Besonders in geschlossenen Räumen wie Wohnungen, Büros oder Autos sei die Belastung durch winzige Kunststoffpartikel besonders hoch, berichten die beteiligten Wissenschaftler.

Die Forscher verzichteten zwar auf einen direkten Nachweis von Mikroplastik im menschlichen Körper – dafür sammelten sie systematisch Luftproben aus verschiedenen Umgebungen und berechneten anhand dieser Daten, wie viele Partikel ein Mensch bei normaler Atmung täglich aufnimmt. Das Ergebnis: Zehntausende Teilchen könnten es pro Person und Tag sein.

Die Studie macht deutlich, dass Mikroplastik nicht nur über Nahrung und Trinkwasser, sondern auch über die Luft in den menschlichen Organismus gelangen kann. Dabei könnten Teppiche, Polstermöbel, Kleidung aus synthetischen Fasern oder Kunststoffverpackungen in Innenräumen als Quellen dienen.

Welche gesundheitlichen Auswirkungen das Einatmen von Mikroplastik hat, ist bislang allerdings kaum erforscht. Es gibt Hinweise, dass kleinste Kunststoffpartikel Entzündungsreaktionen im Körper auslösen oder Schadstoffe transportieren könnten – doch belastbare Langzeitstudien fehlen.

Die Autoren der Studie sehen in ihren Ergebnissen einen deutlichen Handlungsbedarf: Mehr Forschung sei nötig, um die gesundheitlichen Risiken besser einschätzen zu können – und auch politische Maßnahmen zur Verringerung der Kunststoffbelastung in der Luft sollten stärker in den Fokus rücken.

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