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Kritik am Lotto-Chefwechsel: Headhunter teuer beauftragt – aber nicht genutzt

kalhh (CC0), Pixabay

Der Wechsel der bisherigen Agrar-Staatssekretärin Elisabeth Aßmann (SPD) an die Spitze der landeseigenen Lotto-Toto-Gesellschaft sorgt weiter für politischen Wirbel. Besonders die CDU-Opposition im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern verschärft ihre Kritik – nun mit Fokus auf die auffällige Rolle einer externen Personalagentur, die vom Land beauftragt, letztlich aber offenbar ignoriert wurde.

Die Hintergründe: Bevor Aßmann offiziell als neue Lotto-Chefin bestimmt wurde, hatte der Aufsichtsrat der Lotto-Gesellschaft – unter Führung des SPD-geführten Finanzministeriums – eigens eine bekannte Berliner Headhunter-Agentur engagiert. Die Firma HAPEKO sollte geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge des langjährigen Amtsinhabers Ait Stapelfeld finden. Dieser – selbst SPD-Mitglied und früher OB-Kandidat in Rostock – schied planmäßig im Herbst 2024 aus, sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Nach NDR-Recherchen führte HAPEKO über Monate hinweg Gespräche mit Bewerbern aus der freien Wirtschaft. Zwei Personen sollen es in die engere Auswahl geschafft haben. Eine finale Entscheidungsrunde mit beiden Kandidaten war für Oktober 2024 angesetzt – doch dazu kam es nie. Die Schlussrunde wurde von HAPEKO plötzlich abgesagt, mit Verweis auf „Termingründe“, und eine Nachholung später angekündigt. Stattdessen übernahm nun Elisabeth Aßmann – ohne Ausschreibung und ohne dass die externen Vorschläge berücksichtigt wurden.

Für die CDU ist dieser Vorgang ein Paradebeispiel für parteipolitisch gesteuerte Personalpolitik. Man werfe der SPD „Versorgungsmentalität“ vor – und fragt, warum überhaupt auf Kosten der Steuerzahler ein Headhunter beauftragt wurde, wenn dessen Arbeit am Ende keine Rolle spielt. Die Rede ist von „Parteisoldatinnen auf dem Versorgungsposten“ und „SPD-Filz in Reinform“.

Aßmann selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Auch die genauen Beweggründe für ihren Wechsel vom Ministerium an die Lotto-Spitze bleiben unklar. Das Jahresgehalt für die neue Position liegt laut NDR bei rund 120.000 Euro.

Der Fall dürfte in den kommenden Tagen weiter Wellen schlagen – nicht nur wegen der politischen Brisanz, sondern auch mit Blick auf Transparenz, Gleichbehandlung im öffentlichen Dienst und den Umgang mit externem Sachverstand.

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