Ab dem 1. August ist Schluss mit mitgebrachten Passfotos: Für neue Ausweise und Reisepässe werden künftig ausschließlich digitale Passbilder benötigt, die direkt an die Behörden übermittelt werden. Doch in Magdeburg und Umgebung zeigt sich schon vor dem offiziellen Starttermin: Die Umsetzung hakt gewaltig.
Zahlreiche Passbildautomaten in Bürgerämtern und öffentlichen Einrichtungen funktionieren entweder gar nicht oder nur eingeschränkt. Mal verweigert die Technik die Übertragung, mal stürzt das System komplett ab – und in einigen Fällen wird das Bild zwar aufgenommen, landet aber nie bei der zuständigen Behörde.
Für Antragsteller ist das mehr als ärgerlich: Lange Wartezeiten, doppelte Anläufe und frustrierte Gespräche an überlasteten Schaltern sind die Folge. Auch die Mitarbeitenden in den Bürgerbüros geraten zunehmend unter Druck, da sie Beschwerden auffangen müssen, ohne selbst Einfluss auf die Technik nehmen zu können.
Die Stadtverwaltung Magdeburg hat auf Nachfrage eingeräumt, dass es „punktuelle technische Schwierigkeiten“ gebe und man „an Lösungen arbeite“. Für Betroffene bleibt das allerdings ein schwacher Trost – zumal der Stichtag unmittelbar bevorsteht.
Auch im Umland – etwa in Schönebeck, Burg oder Haldensleben – berichten Bürger von ähnlichen Problemen. Die angekündigte „Vereinfachung“ des Antragsverfahrens durch digitale Fototechnik entpuppt sich bislang vielerorts als zusätzliche Hürde.
Ob die Probleme bis August flächendeckend behoben sind, bleibt fraglich. Wer demnächst einen neuen Ausweis braucht, sollte sich auf Wartezeit, Geduld und eine gehörige Portion Improvisation einstellen.