Nach jahrelanger Zurückhaltung hat Microsoft nun erstmals den konkreten Umsatz seiner Cloud-Plattform Azure offengelegt – und bestätigt damit eindrucksvoll seine Rolle als zweitgrößter Player im globalen Cloud-Geschäft hinter Amazon.
Im kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahr erzielte Azure demnach einen Umsatz von mehr als 75 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein bemerkenswerter Zuwachs in einem Markt, der zunehmend umkämpft ist.
Bisher hatte Microsoft ausschließlich prozentuale Wachstumszahlen veröffentlicht und auf absolute Angaben verzichtet. Der nun genannte Wert gibt einen klareren Einblick in die wirtschaftliche Bedeutung von Azure innerhalb des Konzerns – und in dessen Position im Wettbewerb mit Amazons AWS und Googles Cloud-Angeboten.
Über Azure stellt Microsoft Unternehmen weltweit Rechenleistung, Speicherlösungen, Datenbankdienste und KI-Anwendungen zur Verfügung. Besonders stark gefragt sind aktuell KI-Dienste, die über Azure integriert angeboten werden – etwa auf Basis von OpenAI-Technologie, mit der Microsoft eng kooperiert.
Mit der Veröffentlichung der Zahlen setzt Microsoft auch ein Signal an Investoren und Analysten: Das Cloud-Geschäft ist längst ein zentrales Standbein des Konzerns – und wird durch den KI-Boom weiter wachsen. Branchenbeobachter erwarten, dass Azure künftig eine noch wichtigere Rolle im Wettbewerb um die globale Daten- und Recheninfrastruktur spielen wird.