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Russlands Außenminister Lavrov trifft Kim Jong Un – Nordkorea verstärkt Unterstützung im Ukraine-Krieg

Motorolla (CC0), Pixabay

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Samstag in der nordkoreanischen Küstenstadt Wonsan Machthaber Kim Jong Un getroffen. Das Treffen unterstreicht die sich vertiefende Partnerschaft zwischen Moskau und Pjöngjang – zu einem Zeitpunkt, an dem Nordkorea nach Angaben westlicher Geheimdienste zunehmend aktiv in den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eingebunden wird.

Laut dem russischen Außenministerium, das ein offizielles Foto auf Telegram veröffentlichte, fand das Gespräch im Rahmen eines dreitägigen Besuchs Lawrows in Nordkorea statt. Am selben Tag traf Lawrow auch seine nordkoreanische Amtskollegin Choe Son Hui. Bei einer anschließenden Pressekonferenz betonte Lawrow laut russischer Nachrichtenagentur TASS, dass Nordkorea „seine volle Unterstützung für die Ziele der militärischen Spezialoperation sowie für die russische Führung und Armee“ zum Ausdruck gebracht habe.

Die Gespräche sind Teil einer „zweiten Runde des strategischen Dialogs“ zwischen den Außenministerien beider Länder, wie das russische Außenministerium mitteilte. Bereits im November 2024 hatte Choe Son Hui für die erste Gesprächsrunde Moskau besucht.

Nordkorea soll weitere Soldaten schicken

Laut Informationen des ukrainischen Geheimdienstes plant Nordkorea derzeit, bis zu 30.000 zusätzliche Soldaten zur Unterstützung Russlands in die Ukraine zu entsenden – zusätzlich zu den rund 11.000 Soldaten, die laut westlichen Angaben bereits 2024 auf russischer Seite kämpften. Inoffizielle Berichte sprechen von mindestens 4.000 getöteten oder verwundeten nordkoreanischen Kämpfern.

Nordkoreanische Truppen sollen unter anderem in der russischen Grenzregion Kursk aktiv sein. Dort lebten sie Berichten zufolge in Erdlöchern, kämpften gemeinsam mit russischen Einheiten – und zahlten teils mit dem Leben. Bereits im Oktober 2024 kursierten Videoaufnahmen nordkoreanischer Soldaten bei Trainingsübungen im russischen Sergejewka.

Militärische Zusammenarbeit auf hohem Niveau

Satellitenbilder zeigen seit Monaten vermehrten Luft- und Seeverkehr zwischen Nordkorea und Russland – ein Indiz für umfangreiche militärische Logistik. Zudem wurden nordkoreanische Artillerie-Handbücher ins Russische übersetzt, was auf eine zunehmende technische Verzahnung beider Streitkräfte hindeutet.

Ein UN-Bericht von Juni 2025, unterzeichnet von elf Mitgliedsstaaten, nennt die Lieferung von mindestens 100 ballistischen Raketen und neun Millionen Artilleriegranaten durch Nordkorea an Russland im vergangenen Jahr.

Auch die Vereinigten Staaten zeigen sich zunehmend besorgt. US-Präsident Donald Trump warf seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin zuletzt vor, Friedensgespräche zu sabotieren, und kündigte zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine an.

Intensivierte russische Luftangriffe

Parallel zur diplomatischen Annäherung an Nordkorea verstärkt Russland seine Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj war der Angriff in der Nacht zum Samstag der zweitgrößte seit Beginn der Invasion: 26 Marschflugkörper und 597 Drohnen wurden auf ukrainische Ziele abgefeuert. In der westukrainischen Stadt Czernowitz kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

Am Mittwoch hatte Russland sogar 728 Drohnen und 13 Raketen eingesetzt. Am darauffolgenden Tag wurde die Hauptstadt Kiew von Drohnen aus mehreren Richtungen angegriffen – offenbar eine neue Taktik zur Überlastung der ukrainischen Luftabwehr.

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