Am helllichten Tag ereignete sich am Sonntag in der niederösterreichischen Stadt Traiskirchen eine tödliche Gewalttat, die Fassungslosigkeit auslöst: Ein bewaffneter Mann erschoss auf offener Straße einen Mann und verletzte eine Frau schwer.
Wie die Polizei mitteilte, floh der Täter nach der Tat mit einem Auto – wenig später wurde er tot aufgefunden. Nach ersten Erkenntnissen nahm sich der Mann das Leben.
Bei dem Täter handelt es sich laut Polizei um einen österreichischen Staatsbürger, der sich zum Tatzeitpunkt auf Hafturlaub befand. Brisant: Gegen ihn bestand ein Waffenverbot – wie er an die Tatwaffe gelangte, ist derzeit Gegenstand intensiver Ermittlungen.
Die Tat ereignete sich am frühen Sonntag in der Stadt Traiskirchen, rund 20 Kilometer südlich von Wien. Der Tatort lag in einem belebten Bereich – zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner wurden Augenzeugen des Geschehens.
Ob der Schütze seine beiden Opfer – den getöteten Mann und die schwer verletzte Frau – kannte, ist bislang unklar. Auch das Motiv ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert, ihr Zustand ist derzeit kritisch.
Die Tat hat die Region tief erschüttert. Traiskirchens Bürgermeister sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und dankte den Einsatzkräften für ihr rasches Eingreifen. Gleichzeitig wurde Kritik an Sicherheitslücken laut – insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Täter trotz Waffenverbot erneut zur Gefahr wurde.
Ein Gewaltakt, der viele Fragen aufwirft – und einmal mehr zeigt, wie zerbrechlich das Gefühl von Sicherheit sein kann.