Etwa ein Jahr nach der abgesagten Taylor-Swift-Show in Wien wegen möglicher Terrorgefahr hat am Montag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Helfer begonnen. Der heute 15-jährige Jugendliche steht unter Verdacht, bei der Vorbereitung eines geplanten Anschlags mitgewirkt zu haben.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll der Teenager für den Hauptverdächtigen eine Bombenbauanleitung übersetzt und ihm zusätzlich Kontakt zu einem Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vermittelt haben. Die Ermittlungen zeigten, dass die Kommunikation mit dem IS offenbar über verschlüsselte Online-Kanäle erfolgte.
Im Zentrum der Vorwürfe steht ein bereits zuvor festgenommener Jugendlicher, der im vergangenen Jahr einen Anschlag auf ein Konzert der US-Popikone Taylor Swift in Wien geplant haben soll. Das Konzert wurde aus Sicherheitsgründen kurzfristig abgesagt, nachdem die Behörden konkrete Hinweise auf ein mögliches Attentat erhalten hatten.
Der nun angeklagte Mithelfer war zum Zeitpunkt der Tat erst 14 Jahre alt. Er befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Der Fall sorgt in Österreich wie auch international für Aufsehen, da er zeigt, wie gezielt Extremisten versuchen, Jugendliche online zu radikalisieren und für Anschlagspläne zu instrumentalisieren.
Das Verfahren wird unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geführt. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.