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Tragödie auf dem Rollfeld: Mann wird von Flugzeugturbine in Bergamo tödlich erfasst

webandi (CC0), Pixabay

Ein schwerer Zwischenfall hat am Dienstagmorgen den Flughafen Mailand-Bergamo erschüttert: Ein Mann wurde von der Turbine eines startenden Airbus A319 eingesogen und kam dabei ums Leben. Der dramatische Vorfall ereignete sich gegen 10.20 Uhr Ortszeit und legte den Flugverkehr für mehrere Stunden lahm.

Wie italienische Medien berichten, soll der Mann sein Auto außerhalb des Flughafengeländes abgestellt und sich dann unbemerkt Zugang zum Rollfeld verschafft haben. Weder als Passagier noch als Mitarbeiter war er registriert – er war ein Unbekannter auf gesperrtem Terrain, der sich offenbar gezielt in den Gefahrenbereich der Triebwerke begab.

Die Maschine der spanischen Billigfluglinie Volotea stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor dem Start in Richtung Oviedo. Während die Crew sich auf die Abflugvorbereitungen konzentrierte, lief der Mann ungehindert auf die Piste – bis er schließlich in die Sogkraft des Triebwerks geriet. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte waren umgehend im Einsatz, doch die Umstände ließen keine Rettung mehr zu. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft prüfen derzeit, wie der Mann die Sicherheitszonen überwinden konnte. Nach ersten Erkenntnissen wird auch ein Suizid nicht ausgeschlossen.

Der Schock am Flughafen saß tief: Passagiere mussten ihre Flüge unterbrechen, der gesamte Betrieb wurde zunächst gestoppt. Ein Bild, das für die betroffenen Crewmitglieder, Fluggäste und Flughafenmitarbeiter wohl noch lange nachhallen wird.

Der Vorfall wirft brisante Fragen auf: Wie konnte ein Unbefugter die streng gesicherten Zonen des Rollfelds erreichen? Welche Lücken im Sicherheitskonzept hat er ausgenutzt? Der Flughafenbetreiber verspricht eine lückenlose Aufklärung und hat angekündigt, die Sicherheitsvorkehrungen umfassend zu prüfen.

Die Behörden arbeiten nun daran, die Identität des Mannes zweifelsfrei zu klären. Für die Angehörigen wird es eine Nachricht sein, die kaum zu begreifen ist. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – an einem Flughafen, der für einen Augenblick zum Schauplatz einer Tragödie wurde, die so niemand für möglich gehalten hätte.

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