Es ist ein beeindruckender Erfolg im Kampf gegen eine der häufigsten Krebsursachen bei Frauen: Die HPV-Impfung zeigt laut einer dänischen Studie eine herausragende Wirkung gegen besonders gefährliche Varianten der Humanen Papillomviren (HPV).
Die Ergebnisse sind deutlich: Seit Dänemark im Jahr 2008 damit begonnen hat, Mädchen im Teenager-Alter routinemäßig zu impfen, sind zwei der krebserregenden Virusvarianten dort so gut wie verschwunden. Selbst ungeimpfte Frauen profitieren davon, weil sich die Erreger in der Bevölkerung kaum noch verbreiten können – ein Paradebeispiel für den Effekt von Herdenimmunität.
HPV-Infektionen gelten als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs, der weltweit immer noch zu den häufigsten Tumorerkrankungen bei Frauen zählt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung auch in Deutschland – doch hierzulande sind bisher nur rund 60 Prozent der Mädchen ausreichend geschützt.
Gesundheitsexperten fordern deshalb schon lange, die Aufklärung weiter zu verstärken und die Impfquote zu steigern. Denn die dänischen Daten zeigen eindrucksvoll, wie groß der Unterschied sein kann, wenn eine breite Mehrheit geimpft ist: Das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sinkt deutlich – und gleichzeitig verschwinden ganze Virusvarianten aus der Bevölkerung.
Die Botschaft der Forscher ist klar: Frühzeitige HPV-Impfung rettet Leben – und schützt nicht nur die Geimpften selbst, sondern auch viele andere. Ein Vorbild, dem Deutschland noch konsequenter folgen könnte.