Es ist ein großer Tag für Bulgarien – und ein wichtiger Moment für Europa: Nach Jahren der Vorbereitung hat das Balkanland nun endgültig grünes Licht für die Einführung der Gemeinschaftswährung erhalten. Die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten gaben bei ihrem Treffen in Brüssel am Montag die letzten rechtlichen Voraussetzungen frei.
Damit steht fest: Ab dem 1. Januar 2026 wird der Lew, Bulgariens nationale Währung seit mehr als einem Jahrhundert, Geschichte sein – und durch den Euro ersetzt. Der offizielle Wechselkurs wurde auf 1,95583 Lew pro Euro festgelegt.
Bereits zuvor hatten die EU-Kommission sowie die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten die Weichen gestellt und die Fortschritte Bulgariens bei der Haushaltsdisziplin, Inflation und Rechtsstaatlichkeit positiv bewertet.
Für Bulgarien markiert der Beitritt zur Eurozone einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung europäische Integration. Seit dem EU-Beitritt 2007 hat sich das Land stetig auf die Gemeinschaftswährung vorbereitet – mit Reformen in Wirtschaft und Finanzwesen. Der Euro-Beitritt soll nun auch Investoren zusätzliches Vertrauen geben und das Land enger an die wirtschaftlich stärkeren Partner in der EU binden.
Mit dem Euro als offizieller Währung reiht sich Bulgarien als 21. Mitglied in die Eurozone ein – ein Signal, dass auch nach Jahren der Krisen und Herausforderungen die europäische Idee weiterlebt und wächst.