Die Altersarmut in Deutschland wächst weiter – und mit ihr die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, bezogen im März dieses Jahres rund 742.410 ältere Menschen Grundsicherung im Alter. Das sind gut 23.000 mehr als noch im März 2024 – und im Vergleich zu 2021 ein Anstieg von satten 30,3 Prozent.
Für viele bedeutet die zusätzliche Sozialleistung, dass sie trotz jahrzehntelanger Arbeit nicht genug Rente erhalten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die wachsende Zahl Betroffener gilt als mahnendes Zeichen dafür, dass die gesetzliche Rente für immer mehr Menschen nicht mehr ausreicht.
Sozialverbände und Rentenexperten sehen die Entwicklung mit großer Sorge. Sie fordern mehr Engagement der Politik, um Altersarmut zu bekämpfen – etwa durch höhere Renten, eine bessere Absicherung prekärer Beschäftigungsverhältnisse und mehr Angebote für private Vorsorge, die sich auch Geringverdiener leisten können.
Der Trend zeigt: Die Alterssicherung ist längst zu einer der größten sozialen Herausforderungen unserer Zeit geworden. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, sollte im Ruhestand nicht auf staatliche Grundsicherung angewiesen sein – darin sind sich viele einig. Doch solange sich daran nichts ändert, bleibt die Angst vor der Altersarmut für viele Realität.