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Unwetter im Anmarsch: Warum Migräne und Bluthochdruck zunehmen – und wie man sich schützen kann
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Unwetter im Anmarsch: Warum Migräne und Bluthochdruck zunehmen – und wie man sich schützen kann

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Wenn Gewitter aufziehen, ist das nicht nur eine meteorologische Herausforderung, sondern auch eine gesundheitliche Belastung für viele Menschen. Starke Wetterumschwünge – wie sie bei Sommergewittern typisch sind – führen häufig zu Kopfschmerzen, Migräneanfällen und einem Anstieg des Blutdrucks. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor den Folgen, die auf den Organismus wirken.

Warum der Körper auf Wetterumschwünge reagiert

Laut Prof. Andreas Matzarakis, bis März 2024 Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD, sind es vor allem die plötzlichen Temperaturstürze, Luftdruckschwankungen und steigende Luftfeuchtigkeit, die viele Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Der Körper versucht, sich rasch auf die veränderten äußeren Bedingungen einzustellen – ein Vorgang, der besonders Kreislauf und Nervensystem fordert.

„Unsere Blutgefäße reagieren sensibel auf Druckunterschiede. Das kann zu einer Verengung oder Erweiterung führen, wodurch entweder der Blutdruck steigt oder Kopfschmerzen und Migräne ausgelöst werden“, so Matzarakis. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen berichten häufig über eine Verschlechterung ihres Befindens bei bevorstehenden Unwettern.

Wer besonders betroffen ist

Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und wetterfühlige Personen spüren die Auswirkungen mitunter besonders deutlich. Aber auch junge, gesunde Menschen können unter den Wetterwechseln leiden – etwa durch Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder Schlafprobleme.

Wie man sich schützen kann

Prof. Matzarakis rät, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine ausgewogene Ernährung und möglichst regelmäßige Tagesabläufe zu achten. Außerdem helfe es, sich auf bevorstehende Wetterumschwünge vorzubereiten – etwa durch angepasste Kleidung, ausreichende Ruhephasen und – bei Bedarf – rechtzeitige Einnahme ärztlich verordneter Medikamente, etwa bei Migräne oder Bluthochdruck.

Wer empfindlich auf Wetterwechsel reagiert, kann sich beim DWD über medizin-meteorologische Warnungen informieren – so lässt sich gezielt auf belastende Wettersituationen reagieren.

Fazit:
Gewitter und plötzliche Wetterwechsel sind mehr als nur ein atmosphärisches Ereignis – sie stellen für viele Menschen eine spürbare körperliche Herausforderung dar. Vorbeugung, achtsames Verhalten und medizinische Beratung können helfen, die Belastungen deutlich zu mildern.

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