Die prunkvolle Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sánchez (24.–28. Juni) sorgt in Venedig für Aufsehen – und für Unmut unter Touristen und Einheimischen. Was als exklusives Glamour-Event geplant war, bringt nun Verkehrsprobleme, Sperrungen und Proteste in die ohnehin vielbesuchte Lagunenstadt.
Proteste erzwingen Verlegung des Veranstaltungsorts
Ursprünglich sollte die Hauptfeier angeblich in der Scuola Grande della Misericordia stattfinden. Nach zunehmendem Druck von Aktivist:innen wurde das Fest jedoch kurzfristig in das abgelegenere Arsenale im Osten der Stadt verlegt – ein Bereich, der durch Brücken kontrollierbar ist und rundum von Wasser umgeben ist.
Auswirkungen für Touristen
-
Verzögerungen bei Wasser-Taxis und Transfers vom/zum Flughafen Marco Polo
-
Zugangsbeschränkungen rund um Event-Locations, etwa bei der Kirche Madonna dell’Orto
-
Sperrungen und Umleitungen, auch kurzfristig
-
Hohe Polizeipräsenz, gesteuert von der Polizeibehörde Venedigs
-
Gedränge durch Schaulustige, Paparazzi und Medien
Reaktionen aus der Stadt
Während einige Händler und Handwerker das Event als wirtschaftlichen Impuls begrüßen – laut AP stammen rund 80 % der Hochzeitsdienstleistungen aus Venedig selbst –, sprechen Kritiker:innen von einer „Millionen-schweren Stadtmiete“, die den Alltag der Bevölkerung massiv beeinträchtigt.
Der stellvertretende Tourismusbürgermeister Simone Venturini verteidigt das Event:
„Wer Investitionen, Arbeitsplätze und internationale Sichtbarkeit bringt, ist hier willkommen. Unser Ziel bleibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gastfreundschaft und Kulturschutz.“
Tipp für Reisende:
-
Bringen Sie Geduld mit
-
Informieren Sie sich tagesaktuell über Zugangssperren
-
Nutzen Sie die Gelegenheit, lokale Handwerksprodukte zu entdecken, die im Rahmen der Hochzeit stärker sichtbar sind