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Trump-Gesetz unter Druck: Republikaner ringen um Unterstützung für „Big Beautiful Bill“
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Trump-Gesetz unter Druck: Republikaner ringen um Unterstützung für „Big Beautiful Bill“

MIH83 (CC0), Pixabay

Der sogenannte „Big Beautiful Bill“, ein zentrales Gesetzesvorhaben des früheren Präsidenten Donald Trump, steht kurz vor der Abstimmung im US-Senat. Doch trotz republikanischer Mehrheit und Unterstützung des Weißen Hauses sorgt das Gesetz intern wie öffentlich für massiven Streit – vor allem wegen seiner geplanten Kürzungen bei Sozialprogrammen wie Medicaid.

Öffentliche Ablehnung wächst

Drei aktuelle Umfragen (Pew, Quinnipiac, Washington Post-Ipsos) zeigen: Weniger als 30 % der Wähler unterstützen das Gesetz, rund 59 % lehnen es laut Fox News ab. Besonders bei Unabhängigen und Demokraten ist die Ablehnung hoch. Nur Republikaner zeigen mit 73 % breite Zustimmung.

Kernpunkte des Gesetzes

  • Verlängerung und Ausweitung von Steuererleichterungen, u. a. für wohlhabende Haushalte

  • Kürzungen bei Sozialprogrammen, v. a. Medicaid, das viele einkommensschwache Amerikaner nutzen

  • Entlastungen bei Trinkgeld, Überstundenvergütung und Sozialversicherungsbeiträgen

Die CBO (Congressional Budget Office) schätzt, dass:

  • ärmere Haushalte im Schnitt 1.600 $ pro Jahr verlieren

  • reichere Haushalte etwa 12.000 $ pro Jahr gewinnen

Interner Widerstand in der GOP

  • Eine Gruppe von 16 republikanischen Abgeordneten warnt vor den Medicaid-Kürzungen.

  • Senator Josh Hawley (R-Missouri) kritisiert die Gefahr für ländliche Krankenhäuser.

  • Senator Rand Paul (R-Kentucky) fordert noch tiefere Einschnitte, um das Haushaltsdefizit zu senken.

Die Partei ist somit gespalten zwischen moderaten und fiskalkonservativen Kräften.

Angst vor politischem Rückschlag

Der Rückhalt in der Bevölkerung ist schwach – und einige Republikaner sehen Parallelen zu den Demokraten im Jahr 2010, die nach der Verabschiedung von Obamas „Affordable Care Act“ schwere Verluste bei den Midterms erlitten.

  • Senator Thom Tillis (R-North Carolina) warnte intern, dass tiefe Medicaid-Kürzungen 2026 zu einem Desaster führen könnten.

  • Senator Chris Murphy (D-Connecticut) nannte das Gesetz „die größte Umverteilung von unten nach oben in der US-Geschichte“.

Verteidigung durch Trump-Lager

Trump-nahe Politiker wie Rep. Randy Fine (R-Florida) betonen die positiven Aspekte: Steuerfreiheit für Trinkgelder und Überstunden, Entlastung bei Sozialabgaben. Senator Tim Sheehy (R-Montana) meint, das Gesetz werde lediglich falsch dargestellt.


Fazit:
Der „Big Beautiful Bill“ steht sinnbildlich für den Kurs der Republikaner: Steuererleichterungen für viele, aber Kürzungen bei sozialen Leistungen. Der parteiinterne Streit und die schlechte öffentliche Resonanz könnten sich langfristig negativ auf die Wahlaussichten der Partei auswirken.

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