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Australier bei Schießerei in Villa auf Bali getötet – Polizei fahndet nach zwei Tatverdächtigen

422737 (CC0), Pixabay

Bei einer Schießerei in einer Ferienvilla auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali ist in der Nacht zu Freitag ein australischer Tourist getötet und ein weiterer verletzt worden. Nach Angaben der örtlichen Polizei ereignete sich die Tat kurz nach Mitternacht in der Villa Casa Santisya nahe dem Munggu-Strand im Bezirk Badung.

Bei dem tödlich verletzten Opfer handelt es sich um den 32-jährigen Zivan Radmanovic aus Melbourne. Ein weiterer Australier, 34 Jahre alt und ebenfalls aus Melbourne stammend, wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Laut dem Polizeichef von Badung, Arif Batubara, wurde der zweite Mann offenbar zusätzlich von den Tätern brutal geschlagen.

Die indonesischen Ermittler fahnden derzeit nach zwei bislang unbekannten australischen Tätern, die mutmaßlich für den Angriff verantwortlich sind. Über das Tatmotiv liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an, betonte Polizeichef Batubara.

Zum Zeitpunkt des Überfalls waren in der Villa lediglich drei Zimmer belegt. Neben den beiden Opfern hielten sich auch deren Ehefrauen sowie ein weiterer ausländischer Tourist in der Unterkunft auf.

Besonders erschütternd sind die Aussagen der Ehefrau des getöteten Radmanovic, der 30-jährigen Gourdeas Jazmyn. Sie berichtete der Polizei, dass sie von den Schreien ihres Mannes geweckt wurde und sich unter einer Decke versteckte, als zahlreiche Schüsse fielen. Später entdeckte sie ihren erschossenen Ehemann sowie den verletzten Begleiter.

Radmanovic wurde im Badezimmer der Villa aufgefunden. Die Polizei sicherte dort 17 Patronenhülsen sowie zwei noch unversehrte Projektile. Zeugen sagten aus, dass zwei bewaffnete Männer gegen Mitternacht mit einem Motorroller vorgefahren seien. Einer der Täter habe eine orangefarbene Jacke und einen dunklen Helm getragen, der andere eine dunkelgrüne Jacke, eine schwarze Maske und ebenfalls einen dunklen Helm.

Die australische Botschaft auf Bali wurde von den indonesischen Behörden bereits über den Vorfall informiert. Eine Autopsie des getöteten Radmanovic steht noch aus, da bislang auf die Zustimmung der Angehörigen gewartet wird.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen intensiv fort und bittet mögliche weitere Zeugen um Hinweise.

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