Nach einer langen Odyssee ist einem jungen Schwarzbären im US-Bundesstaat Michigan endlich die Freiheit in ihrer vollen Form zurückgegeben worden: Zwei Jahre lang hatte das Tier einen Plastikdeckel um den Hals getragen – nun konnte es von Wildtierexperten befreit werden.
Wie die Naturschutzbehörde Michigans mitteilte, war es den Biologen bereits seit 2023 ein Anliegen, den Bären einzufangen und vom unnatürlichen Fremdkörper zu befreien – bislang jedoch ohne Erfolg. Der Plastikdeckel, vermutlich ein Teil eines Fassdeckels, wie sie häufig von Jägern als Bärenköder verwendet werden, hatte sich fest um den Hals des Tieres gelegt. Wie genau der Deckel dorthin gelangte, bleibt ungeklärt.
Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen gelang den Experten nun endlich der entscheidende Fang. In einem behutsam durchgeführten Einsatz wurde der Bär betäubt, der Plastikkragen entfernt und das Tier untersucht – offenbar ohne bleibende gesundheitliche Schäden. Kurz darauf wurde der Schwarzbär wieder in die Freiheit entlassen.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die oft unterschätzten Gefahren menschlicher Abfälle für Wildtiere – selbst in abgelegenen Regionen. Für den jungen Bären jedoch endete die unfreiwillige Fessel mit einem Happy End – und einer wohlverdienten Rückkehr in ein unbeschwertes Leben in den Wäldern Michigans.