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Trump startet „Gold Card“-Programm – US-Staatsbürgerschaft für 5 Millionen Dollar?

geralt (CC0), Pixabay

Das von Donald Trump angekündigte und nun offiziell gestartete „Gold Card“-Programm bietet Ausländern die Möglichkeit, sich einen Weg zur US-Staatsbürgerschaft zu sichern – gegen eine Zahlung von 5 Millionen Dollar.

Die offizielle Website trumpcard.gov ist seit dem 11. Juni online und nimmt Anmeldungen für eine Warteliste entgegen. Doch auch wer das Geld aufbringen kann, muss Geduld mitbringen: Die Seite weist darauf hin, dass der Betrag nicht automatisch zur Staatsbürgerschaft führt.

Was ist die „Trump Card“?

Laut Trump handelt es sich bei der Karte um etwas „Grünen Karten Ähnliches, aber auf einem höheren Niveau“. Im Gegensatz zum bestehenden EB-5-Visaprogramm, bei dem Investitionen zwischen 800.000 und 1,05 Millionen Dollar in US-Projekte fließen müssen, ist die Trump Card laut Aussagen des Ex-Präsidenten ein „Premium-Angebot“ für besonders wohlhabende oder talentierte Ausländer.

Trumps Aussage auf Truth Social lautete:

„FÜR FÜNF MILLIONEN $DOLLAR KOMMT DIE TRUMP CARD! Tausende fragen schon, wie sie sich anmelden können, um Zugang zum großartigsten Land und Markt der Welt zu bekommen!“

Was verspricht die Karte?

Die Trump Card bietet:

  • Einen „Weg zur Staatsbürgerschaft“, aber keine sofortige Einbürgerung

  • Keine Beteiligung des US-Kongresses – Trump umgeht bewusst die Gesetzgebung

  • Eine Online-Bewerbung mit Angaben zu Name, Region, E-Mail und Ziel (privat oder geschäftlich)

Acht geografische Regionen stehen bei der Anmeldung zur Auswahl: Europa, Asien (inkl. Naher Osten), Nordamerika, Ozeanien, Mittelamerika, Südamerika, Karibik und Afrika.

Kritik und Unklarheiten

Experten warnen davor, dass das Programm rechtlich fragwürdig sei und Illusionen über Einbürgerung verkauft. Weder ist klar, welche Schritte nach Zahlung folgen, noch ob das US-Recht diese Art von „Schnellweg zur Staatsbürgerschaft“ überhaupt zulässt.

Die klassischen Anforderungen zur US-Einbürgerung beinhalten:

  • Mindestens fünf Jahre rechtmäßiger Aufenthalt

  • Volljährigkeit

  • Sprachkenntnisse in Englisch

  • Einwandfreier Leumund

Das Trump-Team kündigte an, in den kommenden Wochen weitere Details zu veröffentlichen.

Internationale Vergleiche

Programme dieser Art gibt es auch in anderen Ländern. Portugal etwa bietet nach fünf Jahren Aufenthalt durch Investition eine Option auf EU-Bürgerschaft. Solche Modelle sind jedoch rechtlich klar geregelt und transparent.

Trumps Position

Trump sieht in der Karte eine Möglichkeit, Vermögende und Erfolgreiche ins Land zu holen:

„Diese Leute bringen Geld, zahlen Steuern, schaffen Arbeitsplätze.“

Er ergänzte, dass auch „talentierte Menschen“ durch das System profitieren könnten – vorausgesetzt, jemand Reiches bezahlt für sie den Weg.


Fazit

Mit der Trump Card startet Donald Trump ein neues, stark umstrittenes Projekt. Kritiker werfen ihm vor, die Staatsbürgerschaft zu kommerzialisieren und politisch zu instrumentalisieren. Befürworter sehen darin einen wirtschaftlichen Anreiz für Investitionen.

Ob das Programm rechtlich Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die Debatte um die Zukunft der US-Einwanderungspolitik ist mit diesem Schritt neu entfacht.

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