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Skifahrer stirbt bei Lawinenunglück am Mount McKinley – Zweiter Todesfall der Klettersaison 2025

NoName_13 (CC0), Pixabay

Ein 29-jähriger Skifahrer aus dem US-Bundesstaat Washington ist nach einer Lawine am Mount McKinley (auch bekannt als Denali, mit 6.190 Metern der höchste Berg Nordamerikas) ums Leben gekommen. Es ist bereits der zweite Todesfall in der aktuellen Klettersaison.

Laut Angaben des National Park Service (NPS) ereignete sich das Unglück am 10. Juni gegen 18:15 Uhr Ortszeit. Nicholas Vizzini und sein Partner, ein Snowboarder, befanden sich beim Abstieg über die beliebte West Buttress-Route, als sie die Lawine auslösten. Die Lawine setzte sich in etwa 5.060 Metern Höhe in Bewegung und rutschte mehr als 1.500 Fuß (rund 460 Meter) talwärts.

Sofortige Rettung, aber ohne Erfolg

Zwei in der Nähe befindliche Ranger, die selbst auf einer Akklimatisierungstour waren, reagierten schnell. Sie sahen den überlebenden Snowboarder auf den Lawinenresten und leiteten sofort eine Suche mit Lawinenpiepser ein. Vizzini wurde gefunden, unter Schnee und Geröll begraben.

„Die Ranger begannen sofort zu graben, um eine Atemöffnung zu schaffen“, teilte der NPS mit.
„Es wurde eine Reanimation eingeleitet, aber nach 40 Minuten wegen schwerer Verletzungen und fehlendem Puls abgebrochen.“

Vizzinis Leichnam wurde geborgen und an die Gerichtsmedizin überstellt. Sein Partner erlitt nur leichte Verletzungen und sollte den Berg am 11. Juni verlassen.

Zweiter Todesfall der Saison – über 130 Tote in der Geschichte

Die Klettersaison am Denali dauert in der Regel von Anfang Mai bis Anfang Juli. Bereits am 2. Juni war ein 41-jähriger Bergsteiger aus Seattle nach einem 900 Meter tiefen Sturz auf derselben Route ums Leben gekommen.

Seit 1932 sind laut Nationalparkverwaltung 125 Menschen am Denali gestorben, darunter 13 durch Lawinen. Allein entlang der West Buttress-Route starben seit 1980 15 Personen.

Aktuell befinden sich rund 500 Bergsteiger auf dem Berg.

Lawinengefahr steigt – auch außerhalb Alaskas

Laut dem National Avalanche Center sterben jährlich 25 bis 30 Menschen in Lawinen in den USA. Die meisten Opfer sind Skifahrer, Snowboarder oder Schneemobilfahrer im ungesicherten Gelände.

In der Saison 2024/2025 kamen zwischen Dezember und März mindestens 21 Menschen bei Lawinenunfällen ums Leben. Besonders tragisch war ein Vorfall im März in Alaska, als ein 16-jähriger Skifahrer im Chugach National Forest starb. Wenige Tage zuvor waren drei Heli-Skifahrer in den Chugach Mountains ums Leben gekommen.

Auch in Utah, Oregon und Kalifornien kam es im Februar und März zu tödlichen Lawinenabgängen.

Fazit: Der Berg bleibt gefährlich – trotz Erfahrung

Der tragische Tod von Nicholas Vizzini unterstreicht die anhaltende Gefahr, die von Lawinen im Hochgebirge ausgeht – selbst für erfahrene Wintersportler. Besonders in der beliebten Region um den Denali, die jedes Jahr Hunderte Abenteurer anzieht, sind Wetterbedingungen und Lawinenrisiken schwer vorhersehbar. Die Behörden appellieren an alle Bergsportler, stets aktuelle Warnmeldungen zu beachten und auf Sicherheit zu achten.

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