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„Das Beste, was Sie lesen können“ – Steinmeier ehrt Thomas Mann zum 150. Geburtstag

fsHH (CC0), Pixabay

Zum 150. Geburtstag des weltberühmten Schriftstellers Thomas Mann hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Literaturnobelpreisträger als eine ikonische Figur des demokratischen Gewissens und der geistigen Unabhängigkeit gewürdigt. Bei einem Festakt in der Lübecker St.-Aegidienkirche, nur wenige Schritte von Manns Geburtshaus entfernt, erinnerte Steinmeier eindrucksvoll an das literarische und politische Vermächtnis des gebürtigen Lübeckers.

Thomas Mann – Stimme der Vernunft in unruhigen Zeiten

In seiner Rede betonte der Bundespräsident besonders Manns klare Haltung gegen den Nationalsozialismus und seinen Einsatz für die Demokratie – vor allem während des Exils in den USA. Seine Worte seien heute aktueller denn je, so Steinmeier:

„Die Demokratie – einmal errungen – bleibt nur, wenn die Menschen sich in ihr und für sie einsetzen und sie verteidigen.“

Diese Mahnung aus dem Munde des Autors der „Buddenbrooks“ und von „Doktor Faustus“ klingt nicht wie ein Zitat aus der Vergangenheit, sondern wie eine Warnung an die Gegenwart.

Literatur als moralischer Kompass

Mann habe mit „kühlem Verstand und tiefer Humanität“ geschrieben, so Steinmeier – und dabei stets die politische Verantwortung des Intellektuellen wahrgenommen. Ob in Essays wie „Deutsche Ansprache“ oder in seinen berühmten Tagebüchern – Thomas Mann verband Literatur mit Gewissen, Kunst mit Haltung. Für Steinmeier ist er deshalb „das Beste, was Sie lesen können“ – ein Satz, der wie eine Einladung klingt: zur Auseinandersetzung mit einem Autor, der niemals bequem war, aber immer bedeutend.

Lübeck feiert einen ihrer Größten

Die Hansestadt Lübeck, die Thomas Mann immer als „meine Vaterstadt“ bezeichnete, feiert ihren berühmtesten Sohn mit zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und Lesungen. Das Festjahr würdigt dabei nicht nur das literarische Werk, sondern auch den politischen Mut eines Mannes, der Deutschland und Europa nicht nur mit Worten geprägt, sondern mit Haltung verteidigt hat.

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