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Neue Anschuldigungen gegen Diddy: Ex-Freundin berichtet von sexuellem Zwang und Drogenmissbrauch

geralt (CC0), Pixabay

Im laufenden Verfahren gegen den Rap-Mogul Sean „Diddy“ Combs hat eine weitere ehemalige Partnerin schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Unter dem Pseudonym „Jane“ trat sie im New Yorker Zeugenstand auf und schilderte ein erschütterndes Bild ihrer Beziehung zu dem Musikstar: Sexueller Zwang, Manipulation und Drogenmissbrauch hätten ihren Alltag mit Combs geprägt.

Im Mittelpunkt ihrer Aussage standen die sogenannten „Hotelnächte“, bei denen Combs ihr zufolge gezielt Drogen verabreichte und sie zu sexuellen Begegnungen mit anderen Männern drängte. Obwohl Jane betonte, dass diese Begegnungen nicht einvernehmlich gewesen seien, habe sie sich dem Willen Combs‘ untergeordnet – aus Angst vor seiner Reaktion und unter dem Druck emotionaler Abhängigkeit.

„Ich habe nie ja gesagt – ich habe nur aufgehört, nein zu sagen“, zitiert der Gerichtssaalprotokoll eine ihrer zentralen Aussagen.

Die Vorwürfe sind Teil einer wachsenden Zahl von Klagen und Anschuldigungen, die sich gegen Combs richten. In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere Frauen – darunter auch prominente frühere Weggefährtinnen – Muster von Missbrauch, Kontrolle und Gewalt in ihren Beziehungen zu dem Rapper geschildert.

Ein erschütterndes Muster?

Die Aussagen von Jane ähneln Berichten anderer Frauen, die Combs ebenfalls vorwerfen, sexuelle Gewalt mit psychischer Manipulation und Drogenkonsum kombiniert zu haben. Der Fall hat landesweit Aufmerksamkeit erregt – auch, weil Combs über Jahrzehnte als schillernde Figur des Musik- und Modebusiness galt und ein enges Netzwerk an wirtschaftlicher und medialer Macht pflegte.

Combs und sein Anwaltsteam bestreiten sämtliche Vorwürfe. In einer früheren Stellungnahme ließ Combs erklären, er werde sich „gegen jede einzelne haltlose Anschuldigung entschieden verteidigen“.

Rechtliche und gesellschaftliche Konsequenzen

Mit den neuen Aussagen wird der Druck auf die Ermittlungsbehörden, aber auch auf das öffentliche Bild von Combs, weiter steigen. Ob es zu einer Anklage im strafrechtlichen Sinne kommt, bleibt abzuwarten – mehrere Zivilklagen laufen jedoch bereits.

Der Fall ist Teil einer größer werdenden Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch in der Unterhaltungsbranche, bei der – ähnlich wie bei Weinstein oder R. Kelly – jahrzehntelang verschwiegenes Verhalten nun ans Licht kommt.

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