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Gletscherabbruch in Blatten: Millionenschäden und Soforthilfen nach Naturkatastrophe

12659751 (CC0), Pixabay

Das Schweizer Alpendorf Blatten steht nach einem verheerenden Gletscherabbruch vor den Trümmern seiner Existenz. Große Teile des Ortes wurden von Schutt, Eis und Geröll unter sich begraben – die materiellen Schäden gehen laut ersten Schätzungen der Behörden in die Hunderte Millionen Franken.

Die Schweizer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter äußerte sich tief betroffen:

„Was hier geschehen ist, ist eine Naturkatastrophe von dramatischem Ausmaß.“

Noch sei das volle Ausmaß der Zerstörung nicht absehbar – doch klar ist: Der Wiederaufbau wird Jahre dauern und hohe Summen erfordern.

Schnelle Hilfe per Sondergesetz

Als erste Reaktion auf die Katastrophe kündigte die Bundesregierung in Bern an, fünf Millionen Franken (rund 5,3 Millionen Euro) als Soforthilfe bereitzustellen. Dafür soll kurzfristig ein eigens geschaffenes Gesetz verabschiedet werden, das schnelle und unbürokratische Unterstützung ermöglicht.

Auch das Kanton Wallis, in dem Blatten liegt, reagiert: Die dortige Regierung stellt weitere zehn Millionen Franken zur Verfügung. Das Geld ist unter anderem für Notunterkünfte, Aufräumarbeiten, psychologische Betreuung und erste Reparaturen vorgesehen.

Klimafolgen sichtbar – Fragen nach Verantwortung

Der Gletscherabbruch wird von Experten als Folge der globalen Erwärmung gewertet. Der betroffene Gletscher galt bereits seit Jahren als instabil. Nun wird darüber diskutiert, ob präventive Maßnahmen ausreichend getroffen wurden – und was dieser Vorfall für andere alpinen Regionen in der Schweiz und ganz Europa bedeutet.

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