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„Teufel der Ozarks“ gefasst – Gewaltverbrecher nach spektakulärer Flucht wieder in Haft

Pic_Panther (CC0), Pixabay

Nach einer großangelegten, zwölftägigen Fahndung ist der verurteilte Mörder und Vergewaltiger Grant Hardin am Donnerstag (6. Juni) nur rund zweieinhalb Kilometer vom Gefängnis entfernt aufgegriffen worden, aus dem er am 25. Mai spektakulär entkommen war.

Hardin, ein früherer Polizeichef und inzwischen als „Devil in the Ozarks“ bekannt, hatte sich mit einer gefälschten Polizeiuniform als Sicherheitskraft ausgegeben und war so unbemerkt durch ein gesichertes Tor der North Central Unit in Calico Rock (Arkansas) geschritten.

Fahndung mit Spürhunden und Bundesbehörden

Nach dem Ausbruch wurde zunächst vermutet, Hardin sei aus dem Bundesstaat geflohen. Doch Spürhunde fanden seine Spur westlich des Gefängnisses nahe dem Moccasin Creek in Izard County. Fotos seiner Festnahme zeigen ihn mit schmutzigem Hemd und deutlich abgemagertem Gesicht.

An der Suche waren zahlreiche Behörden beteiligt: Neben lokalen Polizeieinheiten auch das FBI, der US-Grenzschutz, die U.S. Marshals sowie Arkansas Game and Fish. Auch eine Spezialeinheit aus South Dakota, entsandt von Gouverneurin Kristi Noem auf Bitten der Trump-nahen Gouverneurin Sarah Huckabee Sanders, spielte laut Behördenangaben eine zentrale Rolle bei der Festnahme.

„Dank des großartigen Einsatzes lokaler, staatlicher und föderaler Sicherheitskräfte können die Menschen in Arkansas wieder aufatmen“, sagte Sanders in einem Statement.

Langjährige Haftstrafen wegen Mord und Vergewaltigung

Hardin, 56, war 2017 zu insgesamt 80 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte einen Mitarbeiter der Stadt Gateway erschossen – während dessen Bruder, der Bürgermeister, mit ihm telefonierte. Durch eine DNA-Analyse in diesem Zusammenhang konnte Hardin zusätzlich mit einer bislang ungeklärten Vergewaltigung aus dem Jahr 1997 in Rogers (Arkansas) in Verbindung gebracht werden. Das Opfer, eine Lehrerin, war auf dem Weg zur Toilette überfallen und mit vorgehaltener Waffe vergewaltigt worden.

Die Geschichte des Kriminellen war 2023 bereits Thema einer True-Crime-Dokumentation mit dem Titel „Devil in the Ozarks“.

Vom Gesetzeshüter zum Gewaltverbrecher

Zwischen 1990 und 2016 arbeitete Hardin für verschiedene Polizeidienststellen in Arkansas – unter anderem in Fayetteville, Huntsville und Eureka Springs – und war 2016 kurzzeitig Polizeichef von Gateway. Seine Karriere war von Fehlverhalten geprägt: In Fayetteville wurde er wegen mangelnder Leistung und fehlender Kritikfähigkeit entlassen, in Huntsville soll er übermäßige Gewalt angewendet haben.

„Er ist ein Soziopath“, sagte der frühere Staatsanwalt von Benton County, Nathan Smith. „Das Gefängnis ist nicht nur voller böser Menschen – aber Grant ist anders.“

Nach seiner erneuten Festnahme droht Hardin nun zusätzlich eine Anklage wegen Gefängnisausbruch.

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