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Bannon fordert Bruch mit Elon Musk – Streit im Trump-Lager eskaliert

3dalliance (CC0), Pixabay

Der einflussreiche rechte Stratege Steve Bannon hat den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump öffentlich aufgefordert, sich endgültig von Tech-Milliardär Elon Musk zu distanzieren. In einem anhaltenden Machtkampf innerhalb des konservativen Lagers wirft Bannon Musk vor, die Interessen der Regierung missbraucht und Trumps politische Agenda aktiv behindert zu haben.

Die Spannungen begannen bereits Anfang des Jahres, als Musk sich gegen Trumps Steuerreform positionierte. In einem Interview hatte Bannon daraufhin angekündigt, Musk innerhalb weniger Tage aus dem inneren Zirkel des Präsidenten zu entfernen – sechs Monate später scheint dieses Ziel erreicht: Musk ist raus, der Bruch mit Trump ist offiziell.

Bannon attackierte Musk in mehreren Interviews scharf und rief Trump dazu auf, sämtliche Regierungsverträge mit Musk und seinen Firmen – darunter SpaceX und Tesla – zu beenden. Außerdem forderte er Ermittlungen zu Musks Einwanderungsstatus und seinem mutmaßlichen Drogenkonsum.

Besonders kritisch sieht Bannon Musks Rolle im sogenannten „Department of Government Efficiency“ (DOGE), einem von Trump initiierten Reformprojekt zur Reduzierung staatlicher Ausgaben. Musk hatte als Leiter des Projekts Einsparungen in Höhe von einer Billion Dollar versprochen – laut Bannon wurde dieses Ziel jedoch verfehlt. Er äußerte den Verdacht, Musk habe seine Position genutzt, um sich Zugriff auf sensible Regierungsdaten zu verschaffen, die möglicherweise zur Weiterentwicklung seiner KI-Unternehmen genutzt wurden.

Ein weiterer Auslöser des Konflikts war Musks Äußerung, Trump werde in nicht veröffentlichten Geheimdokumenten im Zusammenhang mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erwähnt. Zudem unterstützte Musk öffentlich einen Social-Media-Post, der für eine Ersetzung Trumps durch Vizepräsident JD Vance warb.

In einem Interview mit „Politico“ erklärte Bannon, der Streit sei keine persönliche Angelegenheit, sondern eine Frage der nationalen Sicherheit. Er stellte klar, dass Musk aus Sicht der MAGA-Bewegung (Make America Great Again) keine Rolle mehr spiele: „Ich denke, MAGA erkennt jetzt, wer er wirklich ist.“

Auch ideologisch entfernen sich die beiden zunehmend: Während Musk sich für eine liberalere Visapolitik für hochqualifizierte Einwanderer aussprach, lehnen Bannon und andere nationalistische Kräfte solche Programme strikt ab. Bannon warnte davor, dass sich die USA nicht von „Tech-Oligarchen“ wie Musk regieren lassen dürften.

Der Machtkampf offenbart tiefe Risse im konservativen Lager der USA – und stellt nicht nur das Verhältnis zwischen Trump und Musk infrage, sondern auch die zukünftige Ausrichtung der republikanischen Bewegung.

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