Dark Mode Light Mode

Merz wirbt für neuen Umgang mit Trump: „Man muss mit ihm reden, nicht über ihn“

MIH83 (CC0), Pixabay

Nach einem persönlichen Treffen mit dem US-Präsidenten Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz für einen pragmatischeren und direkteren Umgang mit dem republikanischen Amtsinhaber geworben. Bei einer Unternehmertagung in Berlin plädierte der CDU-Chef für einen Kurswechsel im transatlantischen Dialog.

„Hören wir doch auf, mit erhobenem Zeigefinger und gerümpfter Nase über Donald Trump zu reden“, sagte Merz unter Applaus. „Man muss mit ihm reden – nicht über ihn.“

Dialog statt Distanz

Merz betonte, dass Washington offen für Diskussionen sei und auch bereit, andere Meinungen anzuhören – ein Punkt, den er in seinem Treffen mit Trump besonders hervorgehoben habe. „Man kann mit ihm sprechen, und er hört auch zu“, sagte Merz. „Aber man darf sich nicht einschüchtern lassen.“

Die Aussage dürfte als deutliche Botschaft an jene politischen Kräfte in Europa verstanden werden, die dem ehemaligen und wiedergewählten US-Präsidenten mit Skepsis oder Ablehnung begegnen. Merz hingegen setzt auf Dialogbereitschaft und einen sachlichen Austausch, auch wenn es inhaltlich Differenzen gebe.

Ein neuer Ton in den transatlantischen Beziehungen

Die Worte des Kanzlers markieren einen bemerkenswerten Kurs: Weg von moralischer Distanzierung – hin zu konstruktivem Realismus im Umgang mit dem polarisierenden US-Präsidenten. Bereits in der Vergangenheit hatte Merz betont, dass außenpolitische Vernunft oft wichtiger sei als persönliche Sympathie.

Ob dieser neue Ton im politischen Berlin breite Unterstützung findet, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Kanzler will die Gesprächskanäle nach Washington offenhalten – auch unter schwierigen Vorzeichen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Großbrand in Dresden: Flammeninferno im früheren Domizil der Staatsoperette

Next Post

Bericht belastet Spahn schwer: Maskenbeschaffung in der Pandemie kostete wohl Milliarden