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Inselurlaub auf Zeit ausgesetzt – Thailand schließt Ferieninseln für die Natur

Juan_Luis (CC0), Pixabay

Thailand zieht die Reißleine – zumindest für einige seiner schönsten Inseln. Ab sofort bleiben mehrere beliebte Urlaubsparadiese für fünf Monate geschlossen, darunter auch die bekannten Similan- und Surin-Inseln. Grund für die temporäre Auszeit: Die Natur braucht eine Pause. Und zwar dringend.

Die thailändische Regierung hat angekündigt, dass die touristische Nutzung dieser Inseln vorübergehend gestoppt wird, damit sich die sensiblen Ökosysteme erholen können. Korallenriffe, Seegraswiesen und Meeresbewohner sollen durchatmen – ohne Schnorchelflossen, Speedboote und Instagram-Sonnenuntergänge.

„Die Umwelt hat Grenzen – und wir haben sie erreicht“, könnte das stille Fazit dieser Maßnahme lauten. In den vergangenen Jahren hatten steigende Touristenzahlen und unkontrollierter Andrang sichtbare Spuren hinterlassen. Riffe litten unter Schäden durch Anker und Sonnencreme, seltene Tiere wurden gestört oder verdrängt, Müll landete dort, wo eigentlich Fische schwimmen sollten.

Die fünfmonatige Schließung ist kein Novum: Thailand hat bereits mit ähnlichen Maßnahmen gute Erfahrungen gemacht. So wurde 2018 etwa die berühmte Maya Bay auf der Insel Phi Phi Leh – bekannt aus dem Film The Beach – mehrere Jahre für Besucher gesperrt, um die völlig überlastete Bucht zu renaturieren.

Ob Erholung in der Natur wirklich funktioniert, wenn der Pausenknopf nur für ein paar Monate gedrückt wird? Das bleibt offen. Doch eines ist sicher: Ohne solche Maßnahmen drohen Thailands Trauminseln irgendwann zum Albtraum für Umwelt und Artenvielfalt zu werden.

Für Touristinnen und Touristen heißt es also vorerst: umplanen, umdenken – und vielleicht mitnehmen, dass echter Naturschutz manchmal auch bedeutet, einfach mal nicht hinzufahren.

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