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Glutofen China: Mai-Hitzerekorde sprengen historische Marken

geralt (CC0), Pixabay

China erlebt derzeit eine beispiellose Hitzewelle, die selbst für das sonst wetterfeste Reich der Mitte alarmierende Dimensionen annimmt. In mehr als 99 Wetterstationen des Landes wurden die bisherigen Höchstwerte für den Monat Mai entweder erreicht oder übertroffen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte.

Besonders betroffen ist die 13-Millionen-Metropole Zhengzhou in Zentralchina, wo das Thermometer gestern auf 41 Grad Celsius kletterte. In der Stadt Linzhou wurden sogar 43,2 Grad gemessen – ein Temperaturwert, der selbst in südchinesischen Hochsommermonaten selten erreicht wird. Auch in Shahe im Norden zeigte das Thermometer erschreckende 42,9 Grad.

Touristen im Schmelzpunkt

In der Hauptstadt Peking, einem beliebten Reiseziel im Mai, klagten viele Touristen über die extreme Hitze. Aufnahmen zeigen, wie Besucher in Parks Schutz unter Sonnenschirmen suchen oder sich notdürftig mit Wasser aus Brunnen und Flaschen kühlen.

Entspannung in Sicht – vorerst

Die Meteorologen prognostizieren eine Abschwächung der Hitze bis Freitag. In einigen Regionen sollen die Temperaturen um bis zu 15 Grad fallen – ein abruptes Ende für eine Hitzewelle, die viel früher als üblich und mit ungewohnter Intensität über das Land hereinbrach.

Klimatische Warnung?

Obwohl der chinesische Wetterdienst sich bei der Interpretation zurückhält, sehen internationale Klimaforscher in der Rekordhitze ein deutliches Alarmsignal für den fortschreitenden Klimawandel. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen bereits im Mai könnten ein Vorgeschmack auf einen erneut extrem heißen Sommer sein – mit Auswirkungen auf Landwirtschaft, Stromversorgung und öffentliche Gesundheit.

Fazit:

China schwitzt – und das mit neuen Rekorden. Die extremen Temperaturen werfen nicht nur Schatten auf Tourismus und Alltag, sondern stellen auch die Belastungsgrenzen von Städten und Infrastrukturen auf die Probe. Bleibt zu hoffen, dass die angekündigte Abkühlung nicht nur meteorologisch, sondern auch klimapolitisch ein Weckruf bleibt.

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