Europas größte börsennotierte Unternehmen geraten im internationalen Wettbewerb zunehmend ins Hintertreffen. Laut einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY haben US-amerikanische und asiatische Konzerne im Jahr 2024 nicht nur mehr Umsatz erzielt, sondern vor allem deutlich höhere Gewinne eingefahren.
Während die operativen Ergebnisse der untersuchten Unternehmen aus Asien um 19,5 % und aus den USA um 8,2 % zulegten, sanken die Gewinne europäischer Großunternehmen im Schnitt um 6,5 % – ein klares Zeichen, dass Europas Wirtschaft im globalen Wettbewerb an Dynamik verliert. Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche bei deutschen Konzernen: Sie verzeichneten einen durchschnittlichen Gewinnrückgang von 8,5 %.
Die Studie basiert auf einer Auswertung der Bilanzen der 1.000 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen weltweit. Sie offenbart: Während Unternehmen in den USA und Asien wachstums- und innovationsgetrieben agieren und vielfach vom Technologiebereich profitieren, kämpft Europa zunehmend mit strukturellen Herausforderungen – darunter hohe Energiepreise, regulatorischer Druck, geopolitische Unsicherheiten und ein langsamer digitaler Wandel.
EY-Analyse im Überblick:
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Asien: +19,5 % operatives Ergebnis
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USA: +8,2 % operatives Ergebnis
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Europa: −6,5 %
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Deutschland: −8,5 %
EY-Experten warnen: Europa müsse dringend in Innovation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit investieren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Andernfalls drohe der Kontinent, wirtschaftlich weiter an Bedeutung zu verlieren – mit Folgen für Wohlstand, Arbeitsplätze und den Einfluss auf globaler Ebene.
Fazit: Während Amerika und Asien ihre Konzerne auf Wachstum trimmen, steckt Europa vielerorts im Stabilisierungsmodus fest. Die Zahlen sind ein Weckruf – ob er gehört wird, bleibt offen.