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Sparkasse Trier Saar-Mosel Nachhaltigkeit 2024: ESG-orientierter Mischfonds mit solider Struktur, aber ausbaufähiger Taxonomiekonformität
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Sparkasse Trier Saar-Mosel Nachhaltigkeit 2024: ESG-orientierter Mischfonds mit solider Struktur, aber ausbaufähiger Taxonomiekonformität

geralt (CC0), Pixabay

Der Fonds Sparkasse Trier Saar-Mosel Nachhaltigkeit, verwaltet von der LBBW Asset Management, ist ein gemäß Artikel 8 SFDR klassifizierter Fonds, der ökologische und soziale Merkmale bewirbt. Im Mittelpunkt steht die Berücksichtigung von ESG-Kriterien, ohne jedoch explizit in EU-taxonomiekonforme nachhaltige Tätigkeiten zu investieren. Der Fonds bietet damit eine ESG-konforme Anlageform für konservative Anleger, zeigt aber zugleich Schwächen bei der konkreten Nachhaltigkeitswirkung und Offenlegung.

1. Strategie und Nachhaltigkeitsprofil
ESG-Fonds gemäß Artikel 8 Offenlegungsverordnung

12,86 % der Investments gelten als nachhaltige Investitionen, davon:

3,45 % mit einem Umweltziel (nicht EU-taxonomiekonform)

9,60 % mit einem sozialen Ziel

Keine Investitionen in Kernenergie oder fossiles Gas

Ausschlüsse u. a. für Rüstung, fossile Brennstoffe, Tabak, Kinderarbeit, Korruption etc.

ESG-Integration durch externes Scoring (ISS ESG), Fokus auf SDGs 9, 10, 13

→ Der Fonds strebt eine breit gefasste Nachhaltigkeitswirkung an, verzichtet jedoch bewusst auf Taxonomiekonformität aufgrund mangelnder Datenlage.

2. Portfoliostruktur und Investitionsschwerpunkte
96,64 % des Fondsvermögens in ESG-kontrollierte Vermögenswerte investiert

3,36 % „sonstige Investitionen“ (Liquidität, Absicherungsinstrumente, Edelmetallzertifikate)

Top-Positionen:

Grüne Bundesanleihen

Staatsanleihen aus Deutschland, Italien, Spanien, Island

Aktien von: ASML, Novo Nordisk, Deutsche Börse, AXA, Unilever, S&P Global

→ Mischung aus soliden Staatsanleihen und wachstumsorientierten Aktien großer ESG-konformer Unternehmen.

3. Risikoprofil und Derivateeinsatz
Marktrisiko (VaR-Methode): durchschnittlich 2,29 %, max. 3,33 %

Derivateeinsatz zur Portfoliosteuerung mit durchschnittlichem Leverage von 149 %

Negativer Anteil an Derivaten am Fondsvermögen: –0,09 %

→ Der Fonds bleibt trotz Derivateeinsatz konservativ strukturiert mit kontrolliertem Risiko.

4. Kosten und Transparenz
Gesamtkostenquote (TER): 1,40 %

Transaktionskosten (exkl.): 58.934 €

Wesentliche sonstige Aufwendungen: 1.677 € (hauptsächlich Quellensteueroptimierung)

Keine Rückvergütungen an die Verwaltungsgesellschaft

→ Kostenstruktur liegt im mittleren Bereich für ESG-Mischfonds, transparent ausgewiesen.

5. Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele
Kein Verstoß gegen ESG-Kriterien im Berichtszeitraum

Alle Nachhaltigkeitsindikatoren bei 0 % für unerwünschte Tätigkeiten (z. B. fossile Brennstoffe, Waffen, Tabak)

Steuerung über regelmäßig aktualisierte Nettoliste (ISS ESG) mit ex-ante und ex-post Kontrolle

Kein Engagement in „nicht freie Länder“ (Freedom House Index)

→ Sehr stringente Nachhaltigkeitsfilter, allerdings derzeit ohne positive Taxonomiewirkung

Fazit für Anleger:
Der Sparkasse Trier Saar-Mosel Nachhaltigkeit Fonds bietet ein robustes ESG-Investment, das besonders für konservative und institutionelle Anleger mit Nachhaltigkeitsinteresse geeignet ist. Die klare Ausrichtung auf ESG-Konformität, die transparente Ausschlusspolitik sowie die SDG-orientierte Allokation sind Stärken. Schwächen bestehen hingegen bei der EU-Taxonomiekonformität (0 %), was primär auf aktuelle Datenlücken und regulatorische Unsicherheiten zurückzuführen ist.

Insgesamt eignet sich der Fonds als stabile ESG-Basisanlage, insbesondere für Investoren, die nicht auf maximale Nachhaltigkeitswirkung, sondern auf minimale ESG-Risiken Wert legen.

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