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Schuldspruch im Fall des gefällten „Robin Hood“-Baums: Teurer Streich mit Kettensäge
Grönland

Schuldspruch im Fall des gefällten „Robin Hood“-Baums: Teurer Streich mit Kettensäge

Daniel_B_photos (CC0), Pixabay

Die berühmte Robin Hood-Eiche am Hadrianswall ist Geschichte – und jetzt auch die Freiheit der beiden Männer, die sie gefällt haben. Der Newcastle Crown Court sprach die beiden Angeklagten, einen 32-Jährigen und einen 39-Jährigen, gestern schuldig. Das Urteil: gemeinschaftlich begangener Vandalismus.

Ein Streich für die Geschichtsbücher

Die beiden Genies hatten sich wohl gedacht, dass es eine brillante Idee sei, einen ikonischen Baum aus dem Hollywood-Film „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner einfach mal umzulegen. Also schnappten sie sich eine Kettensäge, machten sich in einer Septembernacht 2023 ans Werk und sägten den Baum kurzerhand um. Das Ergebnis? Der Baum krachte direkt auf den weltberühmten Hadrianswall und verursachte einen Schaden von 730.000 Euro. Na, wenn das mal kein filmreifer Einsatz war!

Sinnloser Vandalismus mit Profi-Equipment

Die Staatsanwaltschaft konnte nicht ganz so viel Humor in der Aktion erkennen und bezeichnete den Vorfall als sinnlosen Vandalismus. Die beiden Täter, die sich offenbar für besonders witzig, clever oder großartig hielten, gingen äußerst professionell vor. Während der eine die Säge schwang, hielt der andere das Meisterwerk der Dummheit auf Video fest.

Robin Hood dreht sich im Grab

Man kann sich nur vorstellen, wie Robin Hood selbst die Aktion bewertet hätte. Vielleicht hätte er den beiden geraten, sich eher gegen Ungerechtigkeit einzusetzen, anstatt gegen einen Baum, der einfach nur in Ruhe stehen wollte. Dass die beiden sich dabei offenbar wie die Helden des Alltags fühlten, spricht Bände über ihr Verständnis von „coolen Aktionen“.

Das Urteil: Die Rechnung kommt später

Jetzt stehen die beiden Verurteilten allerdings vor einem deutlich weniger romantischen Abenteuer – die Justiz wird sicherstellen, dass sie die Folgen ihres nächtlichen Kettensägenmassakers zu spüren bekommen. Robin Hood hätte vielleicht Reiche bestohlen, um den Armen zu helfen – diese beiden hingegen haben einfach nur ein Stück Geschichte zerstört und dafür eine saftige Rechnung kassiert.

Ob die beiden in Zukunft ihre Energie in gemeinnützige Arbeit stecken oder weiter Bäume fällen, bleibt abzuwarten. Aber zumindest wissen sie jetzt: Nicht jede „Heldentat“ kommt gut an.

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