Ein internationales Rechercheteam unter Beteiligung des Bayerischen Rundfunks (BR) hat eine groß angelegte Betrugsmasche mit fast 900.000 Opfern weltweit aufgedeckt. Die international agierende Tätergruppe lockte Betroffene mit gefälschten Paketbenachrichtigungen per SMS auf Phishing-Seiten, um dort sensible Kreditkartendaten abzugreifen.
Gefälschte Paket-SMS als Einfallstor
Die Betrüger verschickten millionenfach Textnachrichten, in denen behauptet wurde, ein Paket könne nicht zugestellt werden. Ein beigefügter Link führte auf täuschend echte Webseiten, die bekannten Paketdiensten nachempfunden waren. Dort wurden die Nutzer aufgefordert, persönliche Daten sowie Zahlungsinformationen einzugeben.
Opfer auf der ganzen Welt – oft nur kleine Beträge
Laut den Recherchen wurden weltweit Hunderttausende Menschen geschädigt, viele verloren Beträge im zwei- bis dreistelligen Bereich – meist unbemerkt oder erst mit Verzögerung. Durch die Masse der Opfer summiert sich der Schaden auf einen mehrstelligen Millionenbetrag.
Zentrale Strukturen in Asien vermutet
Die Spur der Täter führt laut Reporterteam vor allem nach Asien, wo sich offenbar Kernstrukturen der Gruppe befinden. Die Betrugsoperation sei hochprofessionell organisiert, mit einem Netz aus technischen Dienstleistern, Sprachspezialisten und Geldwäschern.
Polizei warnt und rät zur Vorsicht
Ermittlungsbehörden sind nun alarmiert, erste internationale Kooperationsanfragen laufen. Die Polizei ruft zur Vorsicht bei Paket-SMS auf: Keine Links öffnen, keine Daten eingeben – im Zweifel direkt beim Paketdienst nachfragen.