Nach einem Raketenangriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf den internationalen Flughafen Ben Gurion haben die Fluggesellschaften Lufthansa und Swiss ihre Verbindungen nach Tel Aviv vorerst eingestellt. Das teilten beide Airlines am Montag mit und verwiesen auf Sicherheitsbedenken für Passagiere und Crew.
Laut dem israelischen Rettungsdienst wurden bei dem Angriff am frühen Morgen acht Menschen verletzt. Die Raketen schlugen nahe des Flughafengeländes ein, Flugbetrieb und Abfertigung wurden zwischenzeitlich unterbrochen.
Netanjahu kündigt Militärschläge an
Als Reaktion auf den Angriff kündigte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu harte Vergeltungsmaßnahmen an. Israel werde sich den Vereinigten Staaten bei Militäraktionen gegen die Huthi im Jemen anschließen, erklärte er. Noch am Abend wolle das Sicherheitskabinett außerdem über eine mögliche Ausweitung der Angriffe im Gazastreifen beraten.
Medienberichten zufolge hat das israelische Militär bereits begonnen, Einberufungsbescheide an Zehntausende Reservisten zu versenden. Eine Eskalation der Lage scheint wahrscheinlich.
Die Lage in der Region bleibt angespannt. Internationale Beobachter befürchten eine weitere Ausweitung der Kampfhandlungen, sowohl im Gazastreifen als auch über Israels Grenzen hinaus.