56-Jähriger stirbt kurz vor Prozessbeginn – Justiz geht von Suizid aus
Der mit Spannung erwartete Mordprozess gegen einen 56 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Amberg ist kurzfristig abgesetzt worden. Der Angeklagte wurde am Dienstagmorgen tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Amberg aufgefunden. Nach Angaben eines Justizsprechers handelt es sich mutmaßlich um einen Suizid.
Der Leichnam des Mannes wurde gegen 7:12 Uhr – weniger als zwei Stunden vor dem geplanten Prozessauftakt – von Justizbeamten entdeckt. Das Gericht setzte daraufhin den Prozess aus. Die Staatsanwaltschaft Amberg hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Angaben zu den genauen Umständen des Todes wurden zunächst nicht gemacht.
Dem 56-Jährigen war vorgeworfen worden, im Mai 2024 seine 19-jährige Ex-Freundin heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen ermordet zu haben. Die Ermittler hatten die Mordmerkmale als erfüllt angesehen und eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt. Der Prozess hätte am Dienstag um 9:00 Uhr beginnen sollen.