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General Motors ruft Hunderttausende Fahrzeuge wegen Motorproblemen zurück

emkanicepic (CC0), Pixabay

Der amerikanische Autohersteller General Motors (GM) ruft derzeit rund 600.000 große SUVs und Pick-ups in den USA zurück – weltweit sind sogar über 720.000 Fahrzeuge betroffen. Grund ist ein ernstes Problem mit dem V8-Motor des Typs L87, der in vielen Modellen verbaut ist.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?
Zum Rückruf gehören unter anderem folgende Modelle aus den Jahren 2021 bis 2024:

  • Cadillac Escalade und Escalade ESV

  • Chevrolet Silverado 1500, Suburban und Tahoe

  • GMC Sierra 1500 sowie Yukon und Yukon XL

Was ist das Problem mit dem Motor?
Laut einem Bericht der US-Verkehrsbehörde NHTSA kann es im Motor zu schweren Schäden kommen. Betroffen sind vor allem Teile wie die Pleuelstange oder die Kurbelwelle. Diese können brechen, was zu einem plötzlichen Motorschaden oder sogar einem Motorausfall während der Fahrt führen kann.

Schon lange Beschwerden von Kunden
Besonders brisant: Laut einer Sammelklage wusste GM angeblich schon seit Jahren von den Motorproblemen. Autofahrer berichteten schon 2023 – zum Teil sogar früher – von schweren Ausfällen ihrer Fahrzeuge. In Online-Foren und auf Social Media häuften sich die Beschwerden. Trotzdem wurde der Rückruf erst im April 2025 gestartet.

Klage gegen GM eingereicht
Ein betroffener Kunde aus Michigan hat am 18. Februar 2025 Klage gegen GM eingereicht. Sein Vorwurf: Der Motor in seinem GMC Yukon Denali sei defekt gewesen. Auch der Austauschmotor, den GM später einbaute, funktionierte nicht einwandfrei. Die Klage behauptet, dass alle L87-Motoren einen grundlegenden Konstruktionsfehler haben, insbesondere bei den Motorlagern.

Wie reagiert GM?
General Motors hat erklärt, man nehme den Rückruf sehr ernst. Betroffene Fahrzeuge sollen in Werkstätten überprüft werden. Wenn nötig, werden Motoren repariert oder ganz ausgetauscht. In einigen Fällen soll nur ein spezielles Motoröl eingefüllt werden, um das Problem zu mindern. Die Kosten übernimmt GM.

Was sollten Autofahrer jetzt tun?
Besitzer eines betroffenen Modells sollten sofort einen Termin bei einem autorisierten GM-Händler vereinbaren. Ob das eigene Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist, kann man mit der Fahrgestellnummer (VIN) auf der offiziellen GM-Webseite prüfen.

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