Spektakuläre Wende in einem brisanten Entführungsfall: Zwei Tage nach seinem Verschwinden ist der Vater eines Krypto-Millionärs im Pariser Vorort Essonne von der Polizei lebend befreit worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntag mit.
Die Entführer hatten zuvor eine Lösegeldforderung in Millionenhöhe gestellt – offenbar in dem Wissen, dass der Sohn des Opfers mit Kryptowährungen ein erhebliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Ob und in welcher Form Kontakt mit der Familie bestand, wurde nicht öffentlich gemacht.
Im Zuge der Befreiungsaktion konnten fünf Verdächtige festgenommen werden. Genauere Angaben zur Identität der Täter oder zu möglichen Verbindungen ins kriminelle Milieu machte die Staatsanwaltschaft bislang nicht.
„Das Opfer scheint der Vater eines Mannes zu sein, der durch Investitionen in Kryptowährungen reich geworden ist“, heißt es in der Mitteilung. Weitere Details zum Hintergrund oder zum Gesundheitszustand des Opfers wurden zunächst nicht bekannt.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die französischen Behörden prüfen nun, ob es sich bei der Entführung um eine gezielte Erpressung aus dem digitalen Finanzumfeld handelt – ein Phänomen, das Sicherheitsbehörden zunehmend beschäftigt.