Trotz der wachsenden Verbreitung von KI-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot zeigt eine neue internationale Umfrage: Nur rund ein Viertel der Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland überprüft die von Künstlicher Intelligenz gelieferten Antworten überhaupt. Laut der Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY gaben lediglich 27 Prozent der Befragten an, Inhalte wie Texte, Bilder oder Übersetzungen nachträglich zu kontrollieren.
Deutschland im unteren Drittel beim Faktencheck
Im internationalen Vergleich zeigt sich: Deutschland liegt mit seiner geringen Kontrollbereitschaft im unteren Drittel. Noch seltener als hierzulande prüfen laut der Studie nur Nutzer:innen aus Frankreich und Schweden die Ergebnisse von KI-Systemen. Besonders aufmerksam hingegen sind Menschen in Südkorea, China und Indien – dort ist das Bewusstsein für mögliche Fehler oder Verzerrungen deutlich ausgeprägter.
Risiken werden unterschätzt
Experten warnen, dass unkritisches Vertrauen in KI-Antworten zu Fehlinformationen, Missverständnissen oder gar rechtlichen Problemen führen kann – etwa bei medizinischen, juristischen oder politischen Themen. Die Studie legt nahe, dass viele Nutzer:innen entweder den Aufwand scheuen oder der Technologie mehr zutrauen, als sie leisten kann.
Fazit: Kritischer Umgang mit KI bleibt Ausnahme
Trotz aller Fortschritte bleibt der Umgang mit Künstlicher Intelligenz vielfach von Bequemlichkeit und Vertrauen geprägt – statt von Reflexion und Kontrolle. Die Ergebnisse zeigen, dass Aufklärung über die Grenzen von KI-Systemen dringend notwendig ist.