US-Präsident Donald Trump will den Etat für die nationale Grenzsicherung im Haushaltsjahr 2026 um fast 44 Milliarden US-Dollar erhöhen – und damit das Budget des Heimatschutzministeriums (DHS) von 65 auf 107 Milliarden Dollar anheben. Der drastische Mittelzuwachs soll nur ein Jahr gelten, aber große Wirkung entfalten.
Ziel: Massenabschiebungen, Grenzschutz, Aufrüstung
Die geplante Finanzierungsoffensive soll Trumps ambitioniertes Abschiebeprogramm ermöglichen, neue Grenzzäune errichten, die Küstenwache modernisieren und die Ausstattung des Secret Service verbessern. Im Gegenzug sollen Hilfsprogramme für Migranten und Auslandshilfeprojekte zur Bekämpfung von Fluchtursachen drastisch gekürzt oder gestrichen werden – darunter Programme zur Umsiedlung von Geflüchteten, zur Betreuung unbegleiteter Minderjähriger oder zur Bereitstellung von Notunterkünften.
Die Finanzierung dieser Vorhaben muss jedoch vom Kongress genehmigt werden – Trump kann das Budget nicht allein durchsetzen.
ICE und Grenzschutz im Fokus
Das DHS umfasst zentrale Behörden wie Immigration and Customs Enforcement (ICE) und Customs and Border Protection (CBP). Beide Institutionen spielen eine Schlüsselrolle in Trumps harter Einwanderungspolitik. Doch Experten warnen: Selbst mit mehr Geld bleiben strukturelle Probleme bestehen.
„ICE hat bereits in der Vergangenheit betont, dass es nicht die Ressourcen hat, um Massenabschiebungen durchzuführen“, sagt Colleen Putzel-Kavanaugh vom Migration Policy Institute. Zwar könne die Finanzspritze etwa mehr Personal oder Abschiebeflüge finanzieren, doch es bleibe schwierig, ausreichend Personal zu rekrutieren.
Kritik: Abschottung statt Ursachenbekämpfung
Trumps Budgetvorschlag setzt eindeutig auf Abschottung statt Integration. Die Kürzung internationaler Entwicklungsprogramme (etwa über USAID) könnte laut Experten die Fluchtursachen in Herkunftsländern sogar verschärfen – und damit langfristig zu noch mehr Migration führen.
Ob der Kongress dem milliardenschweren Plan zustimmt, bleibt abzuwarten. Doch klar ist: Trumps Budgetvision ist ein deutliches Signal für einen weiteren Kurswechsel in der US-Migrationspolitik.