Deutschland verliert an Boden in der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit: Laut der aktuellen Bewertung der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) rutscht die Bundesrepublik von Platz 10 auf Platz 11. Ein symbolischer, aber beunruhigender Rückschritt, der auf ein zunehmend schwierigeres Arbeitsumfeld für Journalistinnen und Journalisten hinweist.
Angriffe und Einschüchterungen nehmen zu
Als Hauptgrund für die Verschlechterung nennt RSF insbesondere die wachsende Zahl von Angriffen auf Medienschaffende, oft aus dem rechtsextremen Spektrum. Einschüchterungen, Hasskampagnen und Gewalt bei Demonstrationen gehören mittlerweile zum Alltag vieler Reporter:innen – eine Entwicklung, die laut RSF „alarmierend“ ist.
Europa weiter vorn – global düstere Bilanz
An der Spitze der Rangliste steht wie in den Vorjahren Norwegen, gefolgt von Estland und den Niederlanden. Doch die globale Lage der Pressefreiheit verschlechtert sich insgesamt drastisch: „Die weltweite Situation ist 2025 auf einem historischen Tiefstand“, so die ernüchternde Bilanz von RSF. In vielen Ländern seien Repressionen, Zensur und Gewalt gegen Journalist:innen Alltag – mit teils lebensbedrohlichen Konsequenzen.
Appell an Politik und Gesellschaft
Die Menschenrechtsorganisation fordert daher stärkere Schutzmechanismen, konsequente Strafverfolgung bei Angriffen auf Pressevertreter:innen und mehr politische Rückendeckung für unabhängigen Journalismus – auch und gerade in Demokratien wie Deutschland.