Der EXW-Betrugsfall rund um Kryptowährungen und Millionenverluste sorgt weiterhin für Bewegung in der Justiz: Ein halbes Jahr nach den ersten Urteilen setzt die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen sechs weitere Verdächtige fort.
Im Mittelpunkt stehen massive Betrugsvorwürfe: Mit hohen Gewinnversprechen sollen die Beschuldigten rund 40.000 Anleger:innen getäuscht und dabei 18 Millionen Euro Schaden verursacht haben. Viele der derzeit Verdächtigten befinden sich noch immer auf der Flucht.
Bereits im Oktober 2024 war es zu fünf Schuldsprüchen gekommen:
-
Die beiden Haupttäter erhielten je fünf Jahre Haft.
-
Drei weitere Angeklagte wurden zu bedingten Haftstrafen zwischen eineinhalb und zweieinhalb Jahren verurteilt.
-
Fünf Angeklagte wurden freigesprochen.
Staatsanwaltschaft legt Berufung ein
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hält die verhängten Strafen für zu mild und hat Berufung eingelegt. Auch einige Angeklagte wehren sich gegen ihre Urteile mit Berufungen oder Nichtigkeitsbeschwerden. Über diese Anträge müssen nun das Oberlandesgericht Graz und der Oberste Gerichtshof entscheiden.
Ob es zu einem zweiten EXW-Prozess vor dem Landesgericht Klagenfurt kommen wird, hängt von den laufenden Ermittlungen gegen die sechs weiteren Beschuldigten ab.
Fazit:
Der EXW-Skandal zeigt, wie riskant Investments in undurchsichtige Krypto-Projekte sein können. Gleichzeitig stellt er die Justiz vor die Herausforderung, flüchtige Täter und komplexe Betrugskonstrukte konsequent aufzuklären.