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Neue Festnahmen im Umfeld von Imamoglu – Kritik an politisch motiviertem Vorgehen

jorono (CC0), Pixabay

In der Türkei sind erneut zahlreiche Personen aus dem Umfeld des abgesetzten Bürgermeisters von Istanbul, Ekrem Imamoglu, festgenommen worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wurden bei koordinierten Einsätzen in Istanbul, Ankara und Tekirdag insgesamt 50 Menschen in Gewahrsam genommen; gegen 53 Verdächtige wurden Haftbefehle ausgestellt.

Offiziell begründet die Regierung das Vorgehen mit Korruptionsermittlungen. Doch unabhängige Beobachterinnen und Beobachter bezweifeln die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe. Unter den Festgenommenen befinden sich prominente Mitglieder von Imamoglus Team, darunter seine Chefsekretärin, sein Personenschützer sowie der Direktor der Istanbuler Wasserwerke, wie der staatliche Sender TRT berichtet.

Imamoglu selbst war bereits am 19. März inhaftiert und anschließend seines Amtes enthoben worden. Er weist sämtliche Anschuldigungen entschieden zurück. Viele nationale und internationale Stimmen sehen in den Maßnahmen eine gezielte politische Säuberung: Imamoglu gilt als einer der vielversprechendsten Herausforderer von Präsident Recep Tayyip Erdogan und als Symbolfigur der türkischen Opposition.

Die neuerlichen Festnahmen verstärken den Eindruck, dass die türkische Regierung systematisch gegen politische Gegner vorgeht – unter dem Deckmantel strafrechtlicher Ermittlungen.

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