Am Samstag kam es im größten iranischen Hafen, Bandar Abbas, zu einer schweren Explosion. Laut staatlichen Medien wurden mindestens vier Menschen getötet und mehr als 500 verletzt. Der Vorfall ereignete sich im Shahid Rajaee-Abschnitt des Hafens.
Nach Angaben iranischer Behörden könnte die Explosion auf unsachgemäß gelagerte Chemikalien in Containern zurückzuführen sein. Bereits zuvor hatten Katastrophenschutzbehörden vor Gefahren am Hafen gewarnt. Die genaue Ursache sei jedoch noch unklar, so ein Regierungssprecher.
Bilder zeigen eine große schwarze und orangefarbene Rauchwolke über dem Hafen sowie beschädigte Gebäude. Fenster zerbrachen im Umkreis von mehreren Kilometern, der Knall war bis zur Insel Qeshm zu hören, etwa 26 Kilometer entfernt.
Die Hafenaktivitäten wurden nach der Explosion eingestellt, Lkw aus dem Gefahrenbereich evakuiert. Ölraffinerien und Pipelines seien laut Behörden nicht betroffen.
Die Explosion ereignete sich zeitgleich zu neuen Atomgesprächen zwischen den USA und Iran im Oman, ein direkter Zusammenhang wird derzeit nicht vermutet.
In der Vergangenheit war es in Iran wiederholt zu schweren Industrieunfällen gekommen, teilweise durch Fahrlässigkeit, teilweise durch mutmaßliche Sabotageakte, für die Iran Israel verantwortlich machte.