Bei einem kurzen Treffen am Rande der Beerdigung von Papst Franziskus am Samstag in Rom äußerte US-Präsident Donald Trump Zweifel an den Friedensabsichten von Russlands Präsident Wladimir Putin. Nach dem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schrieb Trump auf Truth Social, Putins jüngste Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine ließen vermuten, „dass er den Krieg vielleicht gar nicht beenden will“.
Das Gespräch zwischen Trump und Selenskyj im Petersdom dauerte etwa 15 Minuten. Beide Seiten beschrieben es als produktiv und kündigten weitere Gespräche an. Ziel bleibt ein vollständiger Waffenstillstand und eine dauerhafte Friedenslösung.
Trump deutete an, neue Sanktionen gegen Russland zu prüfen. Sein Sondergesandter Steve Witkoff hatte am Freitag bereits ein dreistündiges Gespräch mit Putin geführt.
Unterdessen schlugen Verhandlungen zwischen der Ukraine und Europa ein „Ukraine Deal Framework“ vor, das eine sofortige Waffenruhe und Sicherheitsgarantien für die Ukraine vorsieht, aber keine NATO-Mitgliedschaft. Besonders kontrovers: Der Entwurf sieht keine Einschränkungen für ausländische Truppen in der Ukraine vor – ein Punkt, der Moskaus Zustimmung erschweren dürfte.
Trump zeigte sich zunehmend frustriert über die schleppenden Fortschritte bei den Friedensgesprächen. Parallel behauptete Putin, Russland habe die Kontrolle über die Region Kursk zurückgewonnen – eine Darstellung, die Kiew umgehend dementierte.