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Der „fashion.zone Mirror“ – Eine Mit- und Eigenentwicklung von adcada?

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lenahelfinger (CC0), Pixabay

Nun, das Großunternehmen adcada ist ja bekanntermaßen auf vielen Ebenen unterwegs. Ob erfolgreich, wird sich noch zeigen, da wirtschaftlich belastbare Nachweise fehlen. Von Anfang an hat man Geld in Vorzeigeprojekte gesteckt, die aber anscheinend in vielen Fällen nicht den Kinderschuhen entwachsen sind. Gilt das auch bei dem „fashion.zone Mirror?

In einer Eigenpräsentation stellte das Unternehmen diesen folgendermaßen vor als: „eine Weltneuheit, die einen innovativen Shopping-Maßstab setzt. Die Bedienung des FASHION.ZONE Mirror erfolgt allein über Handbewegungen, auf Wunsch erhalten Kunden auch Informationen der Kleidungsstücke auf das Display projiziert. „Der FASHION.ZONE Mirror wird das Shopping-Erlebnis revolutionieren“, ist Benjamin Kühn sicher. Er ist Geschäftsführer der adcada GmbH, zu der das Modeunternehmen FASHION.ZONE gehört und die den High-Tech-Spiegel mitentwickelt hat.“

Zur Frage der Mitentwicklung äußerte sich der adcada.law-Rechtsanwalt Thomas Arndt anlässlich des Gerichtstermins vor dem LG Rostock am 16. Juli 2020:

„Was den FASHION.ZONE Mirror angeht, ist klarzustellen, was der Geschäftsführer, Herr Benjamin Kühn im Termin auch eidesstattlich versichern wird, dass der FASHION.ZONE Mirror 1.0 zwar richtigerweise eine gekaufte Lizenz der Firma FXGear aus Südkorea ist, an der aber zahlreiche Eigenentwicklungen vorgenommen wurden, um den ,,Mirror“ fÜr den deutschen Markt zu optimieren.“

Welche Verbesserungen vorgenommen wurden, verschwieg er allerdings. Dabei würde das sowohl den Lizenzgeber, als auch uns interessieren. Weiter führt Rechtsanwalt Thomas Arndt aus:

„Das IT-Team der Verfügungsklägerseite entwickelt zudem derzeit den FASHION.ZONE Mirror 2.0, eine vollständige Eigenentwicklung von ADCADA. Für das UIX Design wurde eine professionelle Agentur beauftragt. Die ursprüngliche Software (1.0) ist trotz Anpassungen/ Eigenentwicklungen mittlerweile überholt und die Virtual Reality als auch Gestensteuerungstechnik ist mittlerweile deutlich weiter fortgeschritten. Aus diesem Grund wird derzeit auch komplette Eigenentwicklung realisiert, welche sodann nach Fertigstellung auch patentiert werden wird.“

Wir haben diese Informationen einmal dem südkoreanischen Unternehmen FXGear Inc. übermittelt, dass den „FXMirror“ entwickelt hat. Dieses prüft nun einen möglichen Lizenzverstoß seitens Herrn Kühn und seiner adcada. Und was „UIX-Design“ sein soll, ist uns auch schleierhaft. Eventuell handelt es sich um eine „Neuschöpfung“ aus „UI“ (User Interface) und „UX“ (User Experience)?

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